4.2.08

Isolde, mein Schatz, ich bin ein Fake!

Ein nettes Stückchen aus der Rubrik "Radiopannen" macht dieser Tage die Runde im deutschen Internet und findet auch bei Yigg und Co. Erwähnung. Eine Moderatorin von B5 Aktuell soll ein Telefoninterview mit dem Pin-Chef Günter Thiel führen, nachdem die Pin-Group Insolvenz beantragt hat. Doch statt mit dem erfolglosen Firmenlenker spricht sie mit einem ahnungslosen Menschen gleichen Namens, der sich relativ unbeeindruckt zeigt. Schönes Stück und durchaus hörenswert - nur mit einem kleinen Schönheitsfehler: Das Interview ist so nie über den Sender gegangen - es handelt sich vielmehr um ein Moderatorentraining, wie auch wuv berichtet. Interessanterweise ist selbst der ansonsten so unerbittliche Bildblog-Aufdecker Stefan Niggemeier in seinem Blog auf die Geschichte reingefallen - und versucht dies durch einen eher halbherzigen Nachtrag zu kaschieren.
Übrigens: Wer Radiopannen.de noch nicht kennt, sollte da mal vorbeischauen. Mein persönlicher Favorit ist immer noch dieses Stück aus den SWR-Nachrichten.

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31.1.08

Etwas metallen im Abgang...

Eine Spitzenleistung des viralen Marketings ist die Site USBWine.com. Das französische Projekt bewirbt einen Wein, der mittels eines speziellen USB-Zapfhahns aus dem PC getröpfelt kommen soll ("c'es la révolution" tönt es in dem teleshopping-artigen Spot). Des Rätsels Lösung: Man wird auf ein Wein-Auktionshaus weitergeleitet, auf dem der Wein allerdings erst für das Jahr 2239 angekündigt wird - dann allerdings in allen drei Farben.
Übrigens: Die Idee ist übrigens nicht neu: Sie kam bereits einmal in den 90ern in der SWF3-Comedy "Die Lallers" auf, als Opa Laller sich Wein aus dem Internet runterladen wollte, aber Angst hatte, dass dabei eine Flasche kaputt gehen könnte ;-).

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21.1.08

Wann hat er denn nun Geburtstag?

Folgende nette Begebenheit zu Jimmy Wales möchte ich Euch nicht vorenthalten...

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Jimmy Wales in München


Irgendwie wirkte Jimmy Wales auf dem heutigen zweiten Tag der DLD08 gar nicht entnervt als ihm Jason Calacanis erzählte, das sei doch "eine blöde Idee, Leute für Arbeit nicht zu bezahlen" - und dass er das bei seiner Suchmaschine Mahalo anders macht als Wales mit der Wikia. Zu oft hat der Wikipedia-Gründer wohl diese Diskussion schon führen müssen. "Nobody has to work for free", erwidert Wales ruhig und erklärt Calacanis die Funktionsweise des Open-Source-Internet.
Traurig fand ich aber, dass die meisten Anwesenden (zumindest kam es mir beim Applaus so vor) ähnlich dachten wie Calacanis. - Mehr zu dem hochinteressanten Panel, bei dem Jimmy Wales übrigens sehr sympathisch rüberkam - morgen bei pcwelt.de.

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20.1.08

"Voll die Konferenz" oder "Voll, die Konferenz"...


"Voll die Konferenz, ey" war der Kommentar eines Jugendlichen beim Blick auf die lange Schlange vor dem HVB-Forum. Und er wusste gar nicht, wie recht er damit hat. Voll war's nämlich tatsächlich. Der DLD (steht für Digital Life Design), ein Kongress, der dieses Jahr zum vierten Mal von Burda organisiert wird, wird immer größer. Nehme mal an, dass Burda nächstes Jahr eine neue Location braucht, wenn's so weitergeht. Da ist alles, was im Web-Business Rang und Namen hat (und noch einige andere Web-2.0-, 3.0- und 4.-0-Sternchen - mei sind da einige wichtig).
Dass es hier gut Münchnerisch zugeht (sofern man das als gut betrachtet), hat Kollege WDRoth schon geätzt. Ein Highlight fand ich bisher den Vortrag von Paulo Coelho, der von Golem sehr schön zusammengefasst wurde. Den Weltraumvortrag von Carolyn Porco fand ich dagegen weniger spannend als der WDR...

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16.1.08

Medienkritik, die Zweite...

Und ich muss gleich nochmal granteln... heute morgen Antenne Bayern - Thema "Abzocke im Internet". Ein ca. 1:30-Bericht (wenn man das überhaupt einen Bericht nennen kann). So nach dem Motto "am besten reagieren Sie gar nicht, wenn Sie eine Rechnung von irgendeiner Internet-Site bekommen". Nein, liebe Leute vom Privatradio: Sowas versendet sich zwar, aber den Betroffenen ist mit einer derart verkürzten Darstellung nicht geholfen. Wahr ist: Wer eine ungerechtfertigte Rechnung - egal von wem - bekommt, tut gut daran, dieser zu widersprechen. Sonst müssen sich die Leute nicht wundern, wenn die gesamte Inkasso-Maschinerie angeworfen wird (und die kostet richtig Geld). Übrigens lautete auch der O-Ton des Menschen von der Verbraucherzentrale, dass man nicht zahlen soll... das ist ja auch richtig. Also lasst doch einfach denjenigen die Moderation schreiben, der den Bericht recherchiert hat. Mehr dazu bei PC-WELT.

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Meinen die das ernst?

""Spiegel" auch 2007 am öftesten zitiert" - finde ich gerade bei Newsroom. Also dass die Herrschaften aus Österreich manchmal andere Formulierungen haben, ist mir ja nicht neu. Aber das ist doch wohl hoffentlich nicht mal in Österreich Usus. Und jetzt sage mir niemand, da wäre der Praktikant am Werk gewesen - der hätte sich sowas nicht getraut. Ich wüsste da noch mindestens zwei Leute, die für Newsroom und Co. Schlußredaktion (nein: da sage selbst ich _Textredaktion_) machen könnten...

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14.1.08

New York Times, die zweite

Und noch ein Nachklapp auf den letzten Eintrag: So fragwürdig (aber angeblich trendig) das Layout der Web-NY-Times ist, so faszinierend ist das Projektteam, das sich über die Zeitung der Zukunft Gedanken macht - verrät ein Artikel in der aktuellen Zeit unter dem Titel "Der praktische Futurist" .

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Ein guter Trend

So langsam haben alle (wichtigen) Medien verstanden, dass man mit Archiven nur in Ausnahmefällen und bei ganz speziellen Zielgruppen Geld verdienen kann. Besser als die Sachen wegzusperren ist es, sich den Traffic auf die Site zu holen, die Artikel verlinken zu lassen und so neue Leser auf die Site zu bekommen.
Hier die kleine Linkliste für den geneigten Leser:
Focus-Archiv, Zeit-Archiv und NYTimes. Die Taz nenne ich der Vollständigkeit halber auch nochmal, aber die machen das ja schon lange. Im Laufe des Jahres soll dann noch der Spiegel mit seinem Archiv dazu kommen... A propos Blick in die Vergangenheit: Wer's noch nicht regelmäßig tut, sollte einen Blick auf das Spiegel-Projekt EinesTages werfen... lohnt sich.

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2.1.08

Dringendes Bedürfnis per SMS

Ein dringendes Bedürfnis per SMS erledigen kann man zwar immer noch nicht. Aber die Stadt London bietet einen praktischen Service namans Satlav an. Eine SMS an 80097 mit dem Wort TOILET - und man bekommt die nächstgelegene Toilette per SMS genannt. - Gefunden bei der Kollegin Christiane Link (Behindertenparkplatz.de), die außerdem lobt, dass es das Ganze in absehbarer Zeit wohl auch mit der Information gibt, ob es sich um eine Behindertentoilette handelt.

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28.12.07

Ja, ist denn heut' noch Weihnachten?


Was passiert, wenn alle Redakteure einer Site in den wohlverdienten (oder zumindest wohl verdienten) Weihnachtsurlaub gehen, kann man gerade im Musikshop von Web.de begutachten. Offenbar läuft der Adventskalender gerade über...

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28.11.07

Wer wird da bestraft?

Passend zur letzten Meldung: Marylin Manson will baden gehen - fragt sich nur, für wen das die größere Überwindung bedeutet... kann sich da bitte mal der örtliche Tierschutzverein einschalten?

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27.11.07

Nichts wird besser!

"Diesmal wird alles besser" ist der Untertitel eines Blogs, das sich mit Web 2.0 befasst und damit auf die geplatzte Dotcom-Blase 2000/2001 anspielt. Dass nichts besser wird, zeigen Sites wie Wickedy.net, eines dieser unsäglich blöden Web-Projekte, bei denen man sich fragt, a) wer ein so verschobenes Weltbild hat, zu glauben, dass es dafür Werbepartner gibt und b) wer sich für einen solchen Dreck hergibt. Das Konzept dahinter: Man bietet etwas an, das man für einen Betrag x zu tun bereit ist. Ein oder mehrere Sponsoren legen zusammen und zahlen den Betrag, wenn die Aktion erfüllt ist. Von der Aktion gibt's natürlich ein nettes Video, das auf die Site kommt. Und wir dachten, das Dschungelcamp wäre schon das Ekelhafteste, was man sich vorstellen kann... Ach ja, der Betreiber der Website - eine Firma namens Digital Eden (welch passender Name) schrieb mir eine Mail und bat mich, darüber zu berichten. Tue ich hiermit.

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22.11.07

Ein Dementi von Google

"Wenn wir alles kommentieren und dementieren wollten, was wir angeblich planen, hätten wir viel zu tun", erklärte mir in der vergangenen Woche Google-Pressesprecher Stefan Keuchel in einem Interview, das in den nächsten Tagen bei pcwelt.de stehen wird. Böse Menschen könnten eine solche Haltung arrogant nennen... sei's drum - sie können sich's halt leisten. Von wegen "Was stört's die Eiche, wenn sich die Sau d'ran schubbert?".
Jetzt hat das Unternehmen doch mal eine Ausnahme gemacht. "Google erwägt Einstieg in den Verkauf von Tageszeitungsanzeigen" hatte die Werben und Verkaufen vermeldet und das Ganze noch gleich per Pressemitteilung in die Welt posaunt. Kurz darauf folgte das Dementi von Google. "... stellen wir klar, dass es keinerlei konkrete Planungen zur Ausweitung des US-amerikanischen Tests der "Google Print Ads" auf andere Länder gibt". Was mir dazu einfällt: Träum weiter, Papi! (cooler Spruch übrigens!)

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11.11.07

Warentester - nein, kein Spam!

Hmm, also wenn ich irgendwas von wegen "Warentester gesucht" lese, denke ich zuerst an diesen Artikel bei pcwelt.de... im folgenden Fall könnt Ihr aber alle mittesten und es steckt definitiv ein seriöses Angebot dahinter: AMD sucht Notebooktester. Ach ja - wer sein Notebook hinterher nicht behalten will, kann mal bei mir anfragen - 300 Euro billiger ist schließlich ein Argument und ich brauche ohnehin bald einen neuen Rechner...

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