Sep 11

Schon seit etlichen Jahren verkauft Amazon seine Rückläufer über die eigene Marketplace-Plattform unter dem Händlernamen “Resterampe“. Da das wohl den Marketing-Strategen zu sehr nach Ramsch und nicht wertig genug klang, hat man jetzt den Shop in “Warehouse Deals” umbenannt - die alten Links funktionieren aber weiterhin als Weiterleitung. Auch ansonsten ändert sich nichts: Weiterhin gibt’s hier Restposten, Einzelstücke und Rücksendungen (teilweise mit kleinen Schönheitsfehlern) zu reduzierten Preisen. Wie gewohnt hat der Kunde je nach Warengruppe 14-30 Tage Umtauschrecht (14 Tage durch Fernsabsatzrecht, den Rest auf freiwilliger Basis).

Sep 10

Ein Manifest sollte es sein, was die Damen und Herren Alphajournalisten und -blogger (Niggemeier, Sixtus, Lobo, Passig und Co., die üblichen Verdächtigen halt) da dieser Tage von sich gegeben haben. Als Antwort auf die Heidelberger Erklärung und die Hamburger Erklärung war es  gedacht, als Replik auf alles, was die “Internet-Ausdrucker”, also die Leute, die ihrer Meinung nach vom Netz keine Ahnung haben, von sich gegeben haben. Herausgekommen ist eine sagen wir halbgare Sammlung an wenig überraschenden Wahrheiten, einige Platituden und Meinungen. “17 Behauptungen” darüber, “wie Journalismus heute funktioniert” heißt es im Untertitel und das ist auch treffender.

Ein Diskussionspapier mag es gerne sein, doch die Autoren führen gerade eindrucksvoll vor, warum es eben nicht funktioniert, ein solches Diskussionspapier in ein Wiki zu stellen. dass das Internet eben doch kein so demokratisches Medium ist, wie sie es gerne hätten. Es sei schon schwierig genug gewesen, fünfzehn Leute unter einen Hut zu bringen, lassen die Autoren wissen.

Aber gehen wir doch mal Punkt für Punkt durch…

These 1: Selbstverständlich - daran zweifelt auch niemand. Die Frage ist vielmehr, wie die etablierten Medien das umsetzen wollen und können.

These 2: Das klingt mir zu sehr nach Aufhebung des Gatekeeper-Gedankens… ist zwar sicherlich richtig, aber nur die halbe Wahrheit: Es bleibt nicht nur die journalistische Qualität, die zu Aufmerksamkeit führt, sondern der Markenaspekt wird unterschlagen. Eine Marke, die als Print- oder AV-Marke funktioniert hat, wird es auch im Netz leichter haben.

These 3: Das ist dann schon mal einer der Hauptkritikpunkte, die ich äußern möchte. Eine solche Einschätzung spiegelt nicht die Realität des Jahres 2009 wider, sondern allenfalls die des Jahres 2015 (und vielleicht noch nicht mal die, warten wir’s ab). Fragt doch mal Lehrer, wie viele ihrer Schüler in der Oberstufe nicht wissen, was ein Blog ist. Fragt Menschen jenseits der 50, ob sie mit sozialien Netzwerken etwas anfangen können (und gebt ihnen möglichst noch den Begriff Xing dazu).

These 4: Klares Ja. Zugangssperren bringen nur denen Ärger, die technisch nicht so ganz auf der Höhe sind. Die, die für die sie eigentlich gedacht sind, werden sie dagegen immer umgehen können. Versprochen!

These 5: Das ist ein klares Argument für Medienhäuser und Special-interest-Blogs und -portale. Der Großteil der Nutzer ordnet nämlich nicht seine Informationen selbst, er klickt auf zwei, drei Seiten - möglicherweise die, die er aus der Offline-Welt auch kennt. Der bewusste Mediennutzer, der RSS-Feeds aggregiert, Twitter-Feeds liest und Informationen ordnet - das sind sehr wenige.

These 6: Klingt schön - ob’s auch so kommt, können wir nur hoffen. Ich hätte mich eher auf das “verändert” als auf das “verbessert” eingelassen.

These 7: Ja, klar. Könnten sich bitte die Verlagsleiter und Chefredakteure das in Gold rahmen und dreimal täglich vorbeten? Ich denke da vor allem an Hans-Jürgen Jakobs von der Süddeutschen, der noch auf dem diesjährigen Süddeutschen Journalistentag des DJV gegen die Verlinkerei wetterte und Ideen wie Perlentaucher.de anprangerte, die ihm angeblich das Geschäft kaputtmachen. Er zog dann noch die Parallele zu “denen da in Schweden” (gemeint waren die Piratebay-Betreiber, die in derselben Woche verurteilt worden waren). Spätestens da wurde klar, dass er Äpfel mit Birnen vergleicht und den medialen Sprung ins 21. Jahrhundert noch vor sich hat.

These 8: Keine Diskussion und volle Zustimmung

These 9: Sicher richtig, wobei wir uns von dem Bild der elektronischen Agora (Rheingolds Thesen aus den 90ern) endlich verabschieden müssen. Das Internet ist ohne Einflussnahme durch z. B. Medien per se auch nicht demokratischer als andere Medien vor ihm - bevorzugt sind die, die den Kampf um Aufmerksamkeit gewinnen, auch wenn die Mittel andere sind (SEO, Online-Marketing, virales Marketing etc.).

These 10: Auch kein Punkt über den man streiten muss, wobei das Meßinstrument für guten Journalismus noch nicht gefunden ist - das wird Bloggern immer wieder deutlich, wenn sie sich zum Beispiel bei den Messegesellschaften akkreditieren müssen (namentlich Hannover).

These 11: Es hat wohl auch niemand vor, Informationen zu unterbinden. Sicher ist aber, dass das Mehr an Informationen eher dazu führt, dass wichtige Informationen auf der Strecke bleiben. Das knüpft eigentlich nahtlos an These 5 an. Wichtig ist der Sortierer, der Aggregierer.

These 12: Ein klares Argument gegen einen gebührenfinanzierten Rundfunk, der sich mehr als programmbegleitend auf’s Netz auswirkt. Das Heulen der Verleger, Google enteigne sie, ist hier gänzlich unangebracht, peinlich und unverständlich. Das Internet ist ein freier Markt und dem haben sich die Marktteilnehmer zu stellen. Den sozialen Charakter der sozialen Marktwirtschaft kann es allenfalls durch die Anwender geben, nicht durch irgendwelche Regularien von Regierungen und NGOs. Was würde Google tun, wenn in Deutschland Gesetze irgendwelche Abgaben vorsähen? Das Unternehmen ginge ins Ausland und würde von dort aus weitermachen (fragt mal Elby/Slysoft zu dem Thema). Mit nationalen Gängelungen und Reglementierungen ist im Netz (zumindest in dieser Hinsicht) niemandem beizukommen.

These 13: Hier würde ich vor allem den ersten Gedanken unterschreiben. Wenn jemand mein Ebay-Bild für seine Auktion verwendet - so what? Aber mein geistiges Eigentum muss auch meines bleiben, bzw. muss ich als Urheber hierauf Einfluss haben, was damit geschieht. Die Verlage sind hier kein gutes Vorbild, das kann jeder Autor und freie Journalist am eigenen Leibe erfahren. Mehr sog’ i net.

These 14: Klares Ja - Aufruf an Verlage und Medienunternehmen: Seid kreativ! Schaut, was funktioniert und was nicht! War in den Anfangsjahren des Rundfunks auch nicht anders.

These 15: Das stimmt so nicht - ich würde umformulieren: Was im Netz ist, ist schlechter steuerbar. Es kann dort bleiben,verschwinden oder Dir aus der Hand genommen werden, indem es kopiert und weiterverwendet wird. Darauf verlassen sollten sich die Historiker jedenfalls nicht, dass Netzinhalte auch in 2, 20 oder 200 Jahren noch auffindbar sind.

These 16: Das ist eine schöne, romantische Vorstellung (die ich auch teile, dafür bin ich Journalist mit einem Anspruch geworden). Aber wir müssen uns auch klar darüber sein, dass der Qualitätsbegriff nicht immer zieht, dass es noch andere Waffen im Kampf um Aufmerksamkeit gibt, die weitaus durchschlagender sind. Ich sehe da vor allem bestehende Marken und “niedere Instinkte” des Rezipienten. Wer etwas anderes behauptet, soll sich bitte die Klickzahlen von Bilderstrecken und anderen Gaga-Formaten ansehen. Das ist übrigens auch in den alten Medien (Zeitung, Zeitschrift, Fernsehen, Hörfunk) nicht anders: Leichtverdauliches schlägt regelmäßig anspruchsvolle Inhalte, so bedauerlich das ist.

These 17: Die Schwarmintelligenz schlägt den einzelnen - das ist richtig und schön. Nur ist es zumindest heute noch nicht so, dass das Gros der Nutzer Wikipedia- und andere Inhalte hinterfragt, das hat der Guttenberg-Fall vor einigen Monaten gezeigt. Nicht einmal Journalisten tun das. Das Internet bietet allerdings überhaupt erst die Möglichkeit, den Nachrichtenfluss bis zur Quelle zurück zu verfolgen. Dass das gerade für Journalisten eine Herausforderung ist, kann nicht bestritten werden. Es kann aber auch zu Formen des Forenmobbings führen.

Fassen wir zusammen: Es ist schwer bis unmöglich, einen Umwälzungsprozess wir den aktuellen Medienwandel in 17 Thesen zu fassen und diese an die virtuelle Kirchentür zu nageln. Irgendwie erinnert das Manifest über weite Strecken an ein Wahlkampfprogramm, enthält viel Belangloses und diverse Allgemeinplätze. Jeder wird einige Punkte finden, die er so unterschreiben kann, mehr auch nicht. Vielleicht war das Ganze ja mal wieder eine PR-Maßnahme für die siebzehn fünfzehn Netzmenschen,die sich zu Wort gemeldet haben - der große Wurf war’s jedenfalls nicht.

Ein paar andere Reaktionen werde ich die Tage noch posten und twittern - das “wahre Moneyfest” schon mal als Einstieg. Nett auch, was Hal Faber in seiner gewohnt liebenswürdig-ironischen Art dazu meint. Außerdem lässt es Mercedes Bunz es in ihrem neuen Job beim Guardian doch etwas sehr an der gebotenen Differenzierung zwischen Meldung und Meinung fehlen.

Aug 20

Obwohl ich im Moment mehr vom Twitter- als vom Blog-Virus befallen bin, gibt es durchaus Dinge, die schon aus Gründen der Ausführlichkeit besser im Blog aufgehoben sind… zum Beispiel die Meldung, dass Entertainment Weekly für einen Teil seiner Abonnenten nun ein Magazin mit 2,7 mm dünnem Mini-Computer (angeblich wiederaufladbar per USB, wie auch immer das bei der Dicke Dünne funktionieren soll)  rausbringt.

Klingt verdammt futuristisch und nach Harry Potter, aber wäre sicher auch für Computer- und Technikhefte eine spannende Sache. Ich höre schon die Sales-Abteilungen jubeln und auch die Online-Kollegen aus der Redaktion hätten sicherlich einiges beizusteuern (Trailer, Filmchen, How-to-Anleitungen, animierte Diagramme, etc.). Und auch die Möglichkeit, Content im Laufe der Zeit zu aktualisieren, ist nicht zu verachten: Live-Ticker, Wahlergebnisse und alles das, was Redakteuren kurz vor Redaktionsschluss den Schweiss auf die Stirn treibt… klingt nach einer schicken Spielerei für Verlage und Redaktionen - wenn auch nicht ganz billig: So ein Teil kostet laut FTD mehrere Dollar pro Stück und dürfte damit eher etwas für eine kleine Premium-Auflage sein.

Die Frage ist nur, wie nutzerfreundlich das Ganze ist. Wer nämlich mal auf der Site des Herstellers Americhip war, dürfte aus dem Fluchen nicht mehr rausgekommen sein. Flash und Klickibunti at its worst… ein Hingucker ist das am Zeitschriftenstand sicher, aber den blauen Umweltengel wird man sich damit nicht verdienen. Da reichen ja schon die vielen CDs/DVDs, die mühevoll und teuer entsorgt und getrennt werden müssen.

Dennoch: Ich bin gespannt, wer als erstes in Deutschland so etwas einsetzt.

Jul 30

Ich weiß jetzt, warum Quelle, bzw. die Arcandor-Gruppe insolvent ist. Vergangenen Freitag las ich die Meldung bei Mydealz über den Ausverkauf bei Quelle bei portofreier Lieferung an diesem Wochenende. Einiges an Küchen-Equipment gab’s recht günstig - beste Markenware, für die man ansonsten einiges Geld hinlegt. Ein paar Dinge bestellt, dazu als Gratis-Artikel den Haken bei “Klebeband” nicht entfernt. Knapp eine Woche später kam dieses Paket - eine Teillieferung.

Quelle Paket

Jul 28

Ich hätte da übrigens einen Tipp für die Verlage, wie sie sich jedes Jahr ein paar hunderttausend Euro in die Taschen schieben könnten und auch noch den Schreibern was Gutes tun könnten: VG-Wort-Onlinemeldung für Texte im Internet. Ich leiste gerne Hilfestellung, wenn man mich drauf anspricht. Schließlich handelt es sich um Geld, das ohnehin den Urhebern und Verlegern zusteht. Wie man hört, mussten nämlich in diesem wie auch schon im vergangenen Jahr Gelder zurückgestellt werden, damit nicht einige wenige einen Riesenbatzen bekommen. Zur Info: Wir sprechen nicht von Peanuts, sondern von 23 Euro für die Autoren und 17 Euro für die Verlage - PRO ARTIKEL!

Rechnen wir doch mal nach: Ein mittelgroßes Portal hat pro Tag (sagen wir mal) 20 Artikel mit über 1.800 Zeichen, die jeweils 3.000 Mal innerhalb eines Jahres angeklickt werden (Voraussetzung für den Höchstsatz). Rechnen wir mit 200 Tagen im Jahr und berücksichtigen wir, dass auch der Back-Catalog, also das, was in den letzten (sagen wir) fünf Jahren erstellt wurde (also 20.000 Artikel) mitvergütet wird. Für diese 24.000 Artikel gibt’s immerhin knapp 400.000 Euro im Jahr für den Verlag (und etwa das eineinhalbfache noch einmal aufgeteilt auf die Autoren). Gut, das wird in den nächsten Jahren sicher weniger, wenn einige Verlage aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen und mehr dran teilnehmen - aber im Moment hätte es so manchem Verlag einen warmen Regen beschert und vielleicht dem einen oder anderen Kollegen die Kündigung erspart.

Ach ja - alle Autoren, deren Verlage noch selig schlafen, können über eine Sondermeldung immerhin 3 Euro pro Artikel bekommen. Das ist ja dann auch schon was. Hierbei entfällt dann auch im Gegensatz zur “normalen” Lösung die 3000-Abrufe-Regel.

Jul 28

Nun also doch: Die IVW verschiebt Ihre Schwerpunkte und weist nun als wichtigstes Element die Visits aus. Nun haben alle, die so beharrlich PI-schindend tätig waren, Gesprächsbedarf. Statt klickintensiver Bilderstrecken mit den tollsten Kühlergrills der Welt (das Sommerloch lässt grüßen), Sudoku-Spielereien und Ratespielchen jetzt also endlich Inhalte? Wäre ja schön. Aber ich bin mir sicher, dass die Verantwortlichen der Online-Medien auch hier einen Weg finden, wie man kostengünstig große Mengen Inhalt ranschaffen kann, ohne dafür diese lästigen Journalisten bezahlen zu müssen. Immerhin: Neu ausgewiesen werden jetzt sogenannte Kategorien-Visits, die zeigen sollen, wohin die vielen schönen Klicks gehen - zum Preisvergleich und zu anderen E-Commerce-Seiten oder wirklich zu den Medieninhalten. Die Frage ist hierbei vor allem, wie schlau und geschickt sich die Agenturen anstellen, die das alles zu bewerten haben, um ihre Auftraggeber auch wirklich im passenden Medium zu platzieren.

Jul 13

Auch wenn ich mich noch vor einigen Monaten eher negativ über die Twitter-Mania geäußert habe, bin auch ich zumindest teilweise jetzt überzeugt worden, dass das Gezwitscher eine nette Ergänzung zum Bloggen sein kann - danke Andreas und Frank.

Meine ersten Eindrücke als Autor (nicht nur als Leser) unter Twitter:

- Gerade wenn man wie ich im Moment wenig Zeit hat, ist es eine nette Möglichkeit, ein paar Gedanken festzuhalten und ins Netz zu streuen.

- 140 Zeichen sind verdammt kurz - ich als SMS-Hasser stoße häufiger an die Grenzen dessen, was sinnvoll in diesen kurzen Texten zu sagen ist. Aber vielleicht ist das auch eine Herausforderung.

Kurz und gut: Ihr werdet in nächster Zeit einiges von mir per Twitter lesen - bitte hier entlang zum Abonnieren. Um eine Einbindung des Tweets ins Blog werde ich mich irgendwann demnächst kümmern (eine verdammt gute Sammlung passender Plug-ins und Integrationsmöglichkeiten gibt’s bei Createordie.de.

Jun 25

Eigentlich ist Hart aber fair ja meist das Intelligenteste, was man an einem Mittwochabend im deutschen Fernsehen anschauen kann. Doch gestern war’s leider ziemlich mager, was Frank Plasberg da geboten hat (Podcast hier zum Nachhören).

“Sind wir alle Boris? Die neue Sucht nach Öffentlichkeit” hieß das Thema. Nachdem etwas an den Haaren herbeigezogen “nachgewiesen” wurde, dass ja niemand gar nie nicht und sowieso in keinster Weise sich für Boulevard und B-Prominenz interessiert und alle doch nur Heuchler sind, ging’s dann mehr um Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken à la Facebook und StudiVZ. Doch das Ganze blieb sehr an der Oberfläche und der Oberlehrer des Talks griff mehrfach arrogant daneben.

Warum stellt er einen etwas undeutlich sprechenden Gast seiner Sendung, einen sicherlich medienmäßig eher unerfahrenen Nerd Wissenschaftler vor aller Öffentlichkeit bloß (”machen Sie mal die Zähne auseinander, man versteht sie nicht”)? Warum geht er nicht mit StudiVZ-Chef Markus Berger-de León (übrigend davor bei Jamba und Myhammer) härter ins Gericht, wenn der den schwachsinnigen Vergleich von StudiVZ und einem Freundschaftsalbum, das ja auch herumgereicht wurde, bringt? Warum grätscht er nicht dazwischen, wenn Gäste das Internet und nicht die allgegenwärtige Präsenz von Handycams und anderen Digitalkameras für unerfreuliche Entwicklungen wie Bilderklau von Unfallopfern verantwortlich machen?

Dass Alfred Biolek - er machte hier noch fast die beste Figur - kein netzaffiner Mensch ist, schade eigentlich, sonst hätten wir sicher ein gutes Kochblog mehr (übrigens lesenswert seine Biografie).

Mai 20

Eine schicke, einfache Möglichkeit, an eine temporäre Mailadresse zu kommen, bietet Tempomail. Dort kann man nicht nur - ohne jegliche Registrierung - eine Mailadresse für 4 Stunden bis einen Monat erhalten die dann an eine bestehende Adresse weitergeleitet wird, sondern auch eine täglich wechselnde Adresse nach dem Muster freiwählbarttmm@tempomail.fr, wobei tt für den Tag steht und mm für den Monat. Die gilt dann für ein Jahr und man kann - im Gegensatz zur ersten Variante auch frei bestimmen, wie die Adresse heißen soll.

Mai 15

“Banging your head against a wall uses 150 Calories an hour” ist der Untertitel des Blogs von Daniel Melanchton, Technical Evangelist bei Microsoft und ein ziemlich netter Typ, den ich diese Woche auf einer MS-Presseveranstaltung kennen lernen durfte… er und sein Team basteln fleißig an Windows 7 und Internet Explorer 8.x. Und auch wenn ich das System mit den Web-Slices immer noch nicht so genial finde wie der Rest der Welt, muss ich zugeben, dass ich von Windows 7 echt angetan bin [Korrektur] Weil’s weniger ressourcenintensiv ist als etwa Vista…

Ich bin ja ohnehin der Meinung, dass wir in fünf Jahren allenfalls noch einen USB-Stick mit uns herumtragen werden und uns zum Arbeiten an irgendeinen freien PC setzen werden, wenn wir nicht einfach alles irgendwie über den Browser steuern. A propos “alles über den Browser steuern”: Selbst Fernwartung ist dank der von mir sehr geschätzten Software Team Viewer problemlos möglich. Selbst mit dieser heute abend pervers langsamen Alice-Leitung (shame on you, Vanessa) geht das problemlos und der Gegenpart muss noch nicht einmal etwas installieren, da die Team-Viewer-Anwendung ohne Installation vom USB-Stick läuft… DAS ist mal elegant!

[Ergänzung:] Das Installieren von Windows 7 auf einem USB-Stick klappt zwar weiterhin nicht (Problem Hardware-Erkennung und Freischaltung), aber immerhin erklärt Melanchton, wie man Windows 7 (und ältere Betriebssysteme von einem USB-Stick installiert… praktisch für alle Netbook-Besitzer, die nicht über ein Netzwerk verfügen).