Nov 08

Dass hier in den letzten Monaten nicht mehr viel los ist, wird der geneigte Leser mitbekommen haben. Der Gründe sind privater Natur (ich habe kürzlich geheiratet), beruflicher Natur (ich werde demnächst nach mehr als zehn Jahren der PC-Welt Lebewohl sagen und beim Verlag Werben & Verkaufen das neue Magazin Lead Digital mit auf- und ausbauen) und nicht zuletzt auch in der Entwicklung des Internet zu suchen (Facebook, Twitter und andere Microblogging-Dienste sind einfach im Moment deutlich spannender und schneller als ein herkömmliches Blog).

In den letzten Monaten habe ich mich außerdem intensiver mit Webradio-Streams beschäftigt - dabei ist der Laut.fm-Netzjournalist-Stream herausgekommen. Wer ansonsten Fragen zu diesem Thema (auch zu Dienstleistern wie Pop-Stream hat), kann sich gerne an mich wenden. Den Stream findet Ihr hier auch in der Seitenleiste…

Mai 06

Nach der Frankfurter Saturn-Eröffnung (Zeil) und der Berliner Saturn-Eröffnung am Alex (der noch größer sein soll als der Media-Markt im Alexa-Center) ist nun endlich auch mal München mit den Schnäppchen an der Reihe. Seit gestern wirbt Media Markt mit dem “größten Media Markt der Welt”, der am 14. Mai in der Einsteinstraße 130 eröffnen soll (Fotos folgen). Wir erinnern uns: Das ist das Stahlgruber-Center, das noch bis zum vergangenen Jahr der kruschteligste und unordentlichste Media Markt war, den man sich vorstellen konnte - verwinkelt, über mehrere Etagen, eng und mit teilweise recht mäßig informierem Personal.

Hier soll nun also der größte Media Markt weltweit entstehen und München endlich einen vernünftigen, großen Media Markt mit ordentlich Auswahl bekommen. Wie man auf den Superlativ kommt, ist mir im Stahlgruber-Center, wo der Media Markt untergebracht ist  (das demnächst wohl daseinstein (sic!) heißen wird) allerdings nicht ganz klar, zumal dm-Drogerie, Edeka und Netto-Markt wohl weiterhin dort vertreten sein werden.

Größter Media Markt der Welt München Haidhausen

Ob es dabei auch zu tumultartigen Szenen wie in Berlin kommt, bleibt abzuwarten. Ich würd’s aber als unwahrscheinlich einstufen - München ist dann doch etwas zurückhaltender und weniger pulsierend als Berlin (und das ist auch gut so). Vielleicht haben die Verantwortlichen deswegen auch nicht Mitternacht, sondern 6 Uhr als Eröffnungszeitpunkt gewählt.

Sicher ist, dass wir spätestens Anfang nächste Woche über die Schnäppchen informiert werden - die Münchner Tageszeitungen sind ja alle schon am jeweiligen Vorabend zu bekommen. Ich halte Euch auf dem Laufenden (und denke auch, dass man zeitnah bei Mydealz und in anderen Schnäppchenblogs entsprechende Infos bekommen wird).

Ach ja - kleiner Schnäppchen-Tipp für alle, die nicht so auf Gedränge stehen: Die anderen Filialen von Media Markt (und teilweise auch Saturn) haben bei ähnlichen Aktionen in den meisten Fällen bei den Preisen mitgezogen - ist halt Verhandlungssache. Hier müsste dann ja ausnahmsweise auch die Preisgarantie gelten, falls es die noch gibt.

Apr 02

Na endlich - wurde ja auch mal Zeit… jetzt sind sie auf dem richtigen Weg. Amazon hat gestern auch für Deutschland seinen MP3-Download-Bereich geöffnet. Da gibt’s DRM-freie MP3-Dateien in 256 Kbit/s mit variabler Bitrate - ganze Alben und Doppelalben für 4,89 Euro. Auch wenn der Download-Manager (auch für Mac OS-X und Linux!) erst ein wenig rumzickte, klappte dann das Herunterladen doch noch.

Kleiner Tipp: Wenn aus irgendeinem Grund der Download abbricht, bekommt man erst mit einigen Stunden Verzögerung automatisch die Titel zum erneuten Runterladen in seinem Kundenkonto angezeigt. Ein Anruf bei Amazon bringt zwar freundliche Hinweise und Verständis, eine Lösung gibt’s aber, zumindest wenn man mit Gutscheinen eingekauft hat, nicht.

Cooler Nebeneffekt dieser Kundenkonto-Funktion: Nach einem Festplatten-Crash kann man seine alten Dateien erneut runterladen. Ein Backup sollte das aber dennoch nicht ersetzen.

amazonmp3_wmp.jpg

Das aktuelle Angebot - was soll ich sagen, ich bin begeistert: Echoes und The Wall von Pink Floyd, einige Alben von Bruce Springsteen, darunter auch das aktuelle “Working on a dream” für 4,89 Euro, das letzte Album von Udo Lindenberg, die aktuelle CD von Mando Diao… usw. Das werden die Macher wohl nicht lange durchhalten, ohne sich mit der Musikindustrie zu überwerfen oder selbst draufzuzahlen. Umso sinnvoller, sich gleich mal das eine oder andere zu kaufen, was man immer schon haben wollte.

Aber Vorsicht: Einige Download-Alben sind auch teurer als die vollwertige CD bei Media Markt und Saturn. Ja, ich weiß… man hat’s dann aber quasi gleich und muss nicht erst zum Elektromarkt seiner Wahl… das ist mir egal, ich bin leidenschaftlicher Sammler und halte immer noch viel vom Spiegeln einer Silberscheibe, vom Gefühl der Vorfreude, wenn man eine CD aus der Hülle nimmt und vom reinen satten Klang einer CD-Aufnahme, die nicht irgendeine Kompression durchgemacht hat.

Einen ausführlicheren Test findet Ihr bei pcwelt.de. Ach ja - die neue Single “This much is true” von Amy Macdonald gibt’s zur Zeit sogar gratis.

Feb 09

“Duffy, you don’t have to put on the red light…” - oder so ähnlich. Hier mal schnell und gänzlich unkommentiert ein verdammt gutes Mashup von The Police - Roxanne und Duffy - Mercy.  Zu finden bei Youtube.

Feb 06

Okay, die Geschichte ist doch zu bemerkenswert als dass man sie nur als Anhängsel meines letzten Postings bringen könnte: Bin über Coverinfo.de auf eine recht interessante Geschichte gestoßen. Hier findet man einen spannenden Fall von Plagiat… gewollt oder ungewollt. Es geht um Gary Moore’s “Still got the blues” (hier in einer sehr schönen Live-Version). Das Lied aus den späten 80er Jahren stammt demnach eigentlich schon von 1974 (komponiert hat’s demnach ein Mann namens Jürgen Winter, der’s mit seiner Band Jud’s Gallery aufnahm),  der Prozess war seit 2000 anhängig am Landgericht München I und ging bis 2008 - so schnell sind die Gerichte. Hier ist das Original von Jud’s Gallery (in voller Länge). Interessant sind die Passagen ab 6:15 bis zum Schluss.

Feb 06

“Was wollen wir trinken, sieben Tage lang?” - von wem ist das? Fragte mich kürzlich ein Freund, der in bierseliger Runde über solch wichtige Dinge des Lebens nachdachte. Wir sinnierten, kamen auf die Bots, de Höhner, sogar Hermann van Veen - und etliche andere, die das gecovert haben (eigentlich handelt es sich um ein bretonisches Trinklied namens Son ar Chistr (Lied vom Cidre)).

Bei der Gelegenheit stieß ich aber noch auf etwas historisch viel Interessanteres: Eine Version aus dem Jahr 1977 von der sehr Regime-treuen DDR-Combo Oktoberklub. Der Text ist schon sehr aufrecht kommunistisch (”Was wollen wir trinken, dieser Kampf war lang, was wollen wir trinken auf diesen Sieg?”). Die Band Oktoberklub kennt man eher noch aus Wendezeiten - da wurde ihr “Sag mir, wo Du stehst” (eigentlich schon von 1967) auf einmal im Sinne der Demonstranten umgedeutet… aus dem Gebot der Linientreue wurde die Möglichkeit zur Solidarität mit den Demonstranten.

Jan 31

“Was is’n Vinyl?” hörte ich vor einiger Zeit eine junge Frau in einem Plattenladen ihren Freund fragen. Er und ich grinsten uns an und er fing an, zu erklären. Metallica-Fans, die noch wissen, was Vinyl ist und die das letzte Album “Death Magnetic” als Doppel-LP erworben haben, halten einen Tonträger aus Diepholz/Germany in Händen. Da sitzt nämlich laut Spiegel Online eines der letzten größeren Presswerke, das immerhin pro Tag 10.000 Singles und LPs produziert und auch international einen gewissen Ruf genießt. Pallas heißt die Firma, die noch über Maschinen verfügt, die teilweise aus den 60er Jahren stammen und für die jedes benötigte Ersatzteil in der betriebseigenen Schlosserei angefertigt wird. So etwas finde ich eine gute Nachricht für den Standort Deutschland - auch wenn damit heutzutage sicher nicht mehr das große Geld verdient wird.

Jan 23

Beispiel Bruce Springsteen: Ja, ich weiß, ich bin offenbar einer der letzten, der sich für den 80er-Jahre-Stadion-Rocker überhaupt noch interessiert (gut - mit Ausnahme von Kai Carsten). Das neue Album “Working on a dream”, das heute in die Läden kommt (und derzeit bei Amazon und Media Markt für knapp 9 Euro rumsteht), ist besser als die letzten drei, vier Alben. Aber das will ja nichts heißen. Das wäre so wie wenn man sagt “das letzte Bob-Dylan-Album ist besser als die neue Single von Wolfgang Petry”. Alles in allem viel gepflegte Langeweile, nette Popsongs (früher hätte er sich für eine solche Charakterisierung geschämt), mehr auch nicht. Von Altersmilde sprachen die Rezensenten bei SWR3. Das mag stimmen, aber kann man nicht auch in Würde alt werden?! Alles in allem kein Meilenstein, aber für einen Spitzenplatz in den Charts reicht’s sicher dennoch - zumal die Welt ja gerade im Obama-Hype ist und der Boss eben jenen spirit immer noch ganz gut rüberbringt.

Fazit: Eigentlich hätte er nach der “Plugged”-CD Mitte der 90er aufhören sollen… oder spätestens nach der “Ghost of Tom Joad” - aber wahrscheinlich haben die Tantiemen nicht gereicht.

Nov 22

PR-Panne für Apple: Laith Al-Deen schreibt auf seiner Homepage von einem Live-Auftritt am 10.12.2008 im Apple-Store München. Der Store entsteht gerade in der Nähe des Marienplatzes (Rosenstr. 1, direkt neben Sport Schuster) und man wartet schon länger drauf, dass sich da endlich mal was tut und zumindest ein Eröffnungstermin kundgetan wird. Apple hält sich dazu wie üblich bedeckt, aber damit ist wohl (wie das Mac-Essentials-Blog vermutet) das Geheimnis gelüftet, wann der erste Flagship-Store im deutschsprachigen Raum seine Tore öffnet. Interessant dürfte allerdings sein, welche weiteren Musiker an diesem Tag noch auftreten - mal schauen, wann da mehr ans Licht kommt.

Dazu muss man wissen: Die PR-Politik von Apple ist manchmal fast so restriktiv und unausgewogen wie die von Google (die von Google durfte ich im September bei der Präsentation des Android-Phones in München “genießen”) - siehe dazu auch der Artikel bei Focus Online von der Apple-Store-Eröffnung in Genf.

UPDATE: Eben teilt Apple mit, dass der Store schon am 6.12. eröffnet wird. Und hier ist auch endlich die Website. Neben Laith Al-Deen treten auch Peter Maffay, Xavier Naidoo und Cluseo auf. Das kann sich hören lassen.

Nov 07

Schade, dass wir bei der Cool Site of the month im Aktuell-Teil der PC-Welt nur gefühlte 200 Zeichen zur Verfügung haben. Ansonsten würde ich da mal dieses gelungene Google-Earth-Mashup vorstellen: Word Magazine’s World: Album Covers. Dort erfährt man, welche Album-Covers wo aufgenommen wurden. Für Deutschland sieht’s noch etwas mau aus - lediglich dass das Lauschgift-Cover der Fantastischen Vier auf dem Golfplatz in Leonberg fotografiert wurde, weiß die Site zu berichten. Im britischen Raum sieht’s da schon etwas besser aus. Was ich nicht wusste: Montreux muss himmlisch sein - zumindest wurde das Cover zum letzten Queen-Album Made in Heaven (wow - was ein Wikipedia-Eintrag!) dort aufgenommen.