Mit “when hell freezes over” beschreibt der Amerikaner eine Situation, von der er meint, dass sie nie eintreten werde. Mit diesen Worten antwortete mir ein amerikanischer Sprecher der Hifi-Marke Marantz auf meine Frage, wann man denn die Produkte nicht mehr nur in ausgewählten Geschäften, sondern auch bei Amazon oder im Hirsch-Ille-Versand kaufen kann. Nun scheint’s da unten verdammt kalt geworden zu sein, denn Amazon hat nicht nur einen Edel-Technik-Channel eröffnet, sondern dort auch eine eigene Marantz-Ecke geschaffen. Die Premium-Line, also die Einzelkomponenten mit hoch vierstelligen Preisen bekommt man dort zwar nicht, aber ein Anfang ist das allemal. Dafür lohnt sich dann tatsächlich immer noch der Weg in eine der Filialen von Hirsch und Ille.
Nachdem ich es immerhin seit 2002 geschafft habe, meinen privaten PC nicht zu wechseln, sondern nur mit einer größeren Festplatte zu bestücken, ist jetzt langsam was Neues fällig. Ziemlich angetan bin ich ja von den Silentium-Ultra-PCs wie sie der Versender Grey Computer anbietet… gar nicht mal so viel teurer als ein PC von der Stange und der Service scheint in Ordnung bis vorbildlich zu sein.
Außerdem hätte natürlich auch ein Zweit-PC im Wohnzimmer was. Da wiederum fände ich den MSI Wind PC (den es wohl auch von Medion geben wird) oder die Asus EEE-Box nicht verkehrt (zu sehen bei PC-WELT). Vor allem letztere dürfte quasi nicht zu hören sein und weniger Strom als eine Glühbirne verbrauchen. Vorbildlich - sowas kann man einfach durchlaufen lassen und spart noch Geld gegenüber Festplattenrecorder, Webradio, DVB-T-Receiver und dem ganzen anderen Kram, den man so mittlerweile in der Bude stehen hat.
Wobei das ja in Sachen Design nicht ganz an den schon etwas in die Jahre gekommenen Mac Mini von Apple herankommt. A propos Apple: Wenn man noch einen Tausender übrig hätte, wäre sicher das gestern vorgestellte Macbook erste Wahl. Aber tausend Euro für ein letztendlich Zweitgerät? Da wird’s dann wohl doch eher eines der vielen derzeit erscheinenden Netbooks (mein Favorit hier immer noch der Medion Akoya Mini, wenn er denn endlich mal serienmäßig mit einem gescheiten Akku kommt).

Als Asus vor einem Jahr den ersten Eee-PC angekündigt hat, haben mich einige Kollegen verständnislos angeschaut, als ich das Konzept dahinter toll fand: ein Notebook für 300 Euro, das man immer dabei haben kann und das vor allem so klein und leicht ist, dass man es auch immer dabeihaben will.
Inzwischen sind einige Produkte rund um das Phänomen “Netbook” angekündigt worden, aber die wenigsten hat man bisher im Laden sehen können (manche nicht mal vorab in der Redaktion). Diese Woche hatte ich dann das (fast) perfekte Netbook in der Hand. Eine kleine Kaufberatung gefällig?
Also der Reihe nach: Der Asus Eee-PC 4G mit 7-Zoll-Bildschirm machte schon einen ziemlich durchdachten Eindruck - wenn man ihn mit der beiliegenden Linux-Version betreibt. Für Windows XP taugt dagegen die Auflösung nicht. In sofern habe ich auch die Aufregung nicht verstanden, als Asus auf der Cebit die Kooperation mit Microsoft angekündigt hat. Die macht nämlich erst mit der 9-Zoll-Version (EEE-PC 900) überhaupt Sinn. Das Gerät selbst ist durchwachsen - gar nicht mal schlecht verarbeitet, aber in Sachen Bildschirm, Tastatur und Akkulaufzeit noch nicht überragend.
Durchgefallen ist bei mir der One A120. Die Verarbeitung fand ich wenig überzeugend, die Tastatur lädt nicht zum Schnelltippen ein, das ganze Teil kippt zudem aufgrund ungeschichter Gewichtsverteilung nach hinten. Außerdem hat mich der VIA-Prozessor nicht überzeugt. Last not least sehen die Teile (insbesondere mit dem 7-Zoll-Bildschirm) ziemlich nach billigem Kinder-Laptop aus… tut mir leid, aber anders kann ich das nicht beschreiben.
Der erste Mini-Rechner mit Intel-Atom-Technologie kommt diesen Donnerstag in die Läden - zunächst mal nur in die Filialen von Aldi und hört auf den Namen Medion Akoya Mini. 399 Euro kostet das Teil und könnte mal wieder zu einem Ansturm wie in den 90ern führen.
Ich konnte das Gerät schon mal kurz antesten - und war überrascht bis hoch erfreut: Ein 10-Zoll-(Non-Gläre)-Display, das scharf, gut lesbar und hell ist, eine Tastatur, die für diese Geräteklasse relativ groß ist und auch schnelles Tippen ermöglicht. Die Performance des Geräts stimmt - der Atom ist allerdings gar nicht so viel schneller als der Asus. Schade eigentlich… Auch die Akku-Laufzeit ist nur ähnlich wie beim Eee-PC. Zum Einsatz kommt in der Aldi-Version - anders als die Gerüchte besagen - ein Drei-Zellen-Akku, nicht der schwerere Sechs-Zellen-Akku.
Wer bei Aldi nichts abbekommt, muss aber sicher nicht traurig sein, das Ding gibts bald sicherlich auch im Medion-Shop. Der Medion Akoya Mini war schon auf der Cebit angekündigt worden, allerdings erst für den Herbst. Dass Medion da jetzt schon schneller geschossen hat, ist löblich. und ungewöhnlich für diese Produktkategorie (man erinnere sich an die Warten-auf-Eee-Nummer, die Asus da abgezogen hat). Das Gerät ist baugleich mit dem MSI Wind (der hoffentlich in Deutschland noch einen anderen Namen bekommt ;-), aber wohl nicht vor September in die Läden kommt) und soll, wie man hört, in absehbarer Zeit auch noch mit weißem Gehäuse rauskommen (bei Ebay gibt’s ihn schon in der Farbe). In schwarz sieht er recht schlicht und unauffällig aus, abgerundete Kanten, liegt gut in der Hand (rund 1 Kilo leicht). Glücklicherweise haben die Leute von Medion auf diese empfindliche glänzende Oberfläche verzichtet, die die letzten großen Notebooks der Akoya-Reihe so empfindlich für Fingerabdrücke und Schmutz aller Art gemacht hat.
Woraus kann man sich in nächster Zeit noch freuen? Der Acer Aspire One ist für den Herbst geplant und könnte auch noch ein interessantes Gerät in derselben Preisklasse (rund 350 Euro) sein - die Kollegen der Chip-Redaktion zeigten sich von einem Fast-Fertig-Vorserien-Modell jedenfalls auch recht angetan (ebenso Tom’s Hardware Guide). Etwas teurer, dafür aber wohl sehr ordentlich verarbeitet ist der HP 2133, den es schon in einigen Ländern gibt (wird aber wohl um die 450 Euro Straßenpreis kosten).
Fazit: Mit Netbooks können Journalisten und andere mobile Menschen endlich ordentlich unterwegs arbeiten, ohne gleich ein 3 Kilo schweres vollwertiges Notebook dabei haben zu müssen. Für mich ist der Akoya derzeit DAS Gerät zum Surfen, Texte schreiben und bloggen für unterwegs. Der Preis ist zwar schon hart an der Schmerzgrenze für ein Zweigerät, aber ich glaube, wenn das Gerät in Weiß rauskommt, bin ich fällig, zumal wenn sich das Gerät tatsächlich als Macbook betreiben lässt!
Es gibt ja inzwischen immer seltener den Fall, dass ich ein Tool oder einen Webdienst so klasse finde, dass ich ihn gleich selbst privat einsetzen will. Ein solcher Dienst ist Humyo.com. Dabei handelt es sich um eine kostenlose, hervorragend zu bedienende virtuelle Festplatte mit 30 (!) GB Speicherplatz. Dateien lassen sich entweder per Java-Web-Applet hochladen oder aber per Einbindung als Laufwerk in den Windows-Explorer. Schick ist auch die Geschwindigkeit: Selbst bei einer 16.000er-Leitung merkt man keine Drosselung (anders als zum Beispiel bei der virtuellen Festplatte, die beim Web.de-Club dabei ist (und für die zahlt man immerhin Geld). Ein weiteres Plus: Man kann sehr elegant und gezielt Rechte an Freunde und Bekannte vergeben (Schreib- und Leserechte getrennt, Rechtezuteilung per Mail). Jetzt kann ich endlich meine CD-Sammlung auch von unterwegs aus ansteuern und meinen Eltern Zugriff auf meine Fotos ermöglichen. Und das Ding ist vor allem so einfach zu bedienen, dass auch meine Eltern keine Probleme damit haben dürften…
PS: Wem die 30 GB nicht reichen sollten, der kann sich für Geld bis zu 100 GB Speicherplatz reservieren. Aber das wäre dann doch etwas dekadent für den Hausgebrauch.
Die USA sind günstig wie nie - vielleicht sollte ich endlich mal einen Urlaub dort planen, nachdem selbst der Focus den niedrigen Dollar als Titelthema entdeckt hat. Auf jeden Fall würde ich dort mal nach einem der Netbook genannten Mini-Notebooks schauen… im Moment ist mein Favorit der Wind von MSI (ob er wohl hierzulande auch so heißen wird…?) oder aber das, was Medion plant (Prototypen gab’s wohl schon auf der Cebit, aber das Gerät kommt nicht vor Herbst in die Läden).
Nett fand ich in dem (ansonsten für eine Titelgeschichte etwas dürftigen) Focus-Artikel die Anekdote, dass der US-Rapper Jay-Z in einem Video nicht mehr mit Dollarscheinen um sich geworfen hat, sondern mit 500-Euro-Noten.
Es ist immer wieder schick, was sich mit Google Layern und Google Maps/Earth so alles realisieren lässt. Wenn man dann noch mit 360-Grad-Filmchen rumspielt, kommt sowas wie 360 Cities dabei raus. Macht einfach Spaß (vorausgesetzt man hat eine ausreichend schnelle Leitung und einen halbwegs aktuellen PC)!

Eine Spitzenleistung des viralen Marketings ist die Site USBWine.com. Das französische Projekt bewirbt einen Wein, der mittels eines speziellen USB-Zapfhahns aus dem PC getröpfelt kommen soll (”c’es la révolution” tönt es in dem teleshopping-artigen Spot). Des Rätsels Lösung: Man wird auf ein Wein-Auktionshaus weitergeleitet, auf dem der Wein allerdings erst für das Jahr 2239 angekündigt wird - dann allerdings in allen drei Farben.
Übrigens: Die Idee ist übrigens nicht neu: Sie kam bereits einmal in den 90ern in der SWF3-Comedy “Die Lallers” auf, als Opa Laller sich Wein aus dem Internet runterladen wollte, aber Angst hatte, dass dabei eine Flasche kaputt gehen könnte ;-).

“Voll die Konferenz, ey” war der Kommentar eines Jugendlichen beim Blick auf die lange Schlange vor dem HVB-Forum. Und er wusste gar nicht, wie recht er damit hat. Voll war’s nämlich tatsächlich. Der DLD (steht für Digital Life Design), ein Kongress, der dieses Jahr zum vierten Mal von Burda organisiert wird, wird immer größer. Nehme mal an, dass Burda nächstes Jahr eine neue Location braucht, wenn’s so weitergeht. Da ist alles, was im Web-Business Rang und Namen hat (und noch einige andere Web-2.0-, 3.0- und 4.-0-Sternchen - mei sind da einige wichtig).
Dass es hier gut Münchnerisch zugeht (sofern man das als gut betrachtet), hat Kollege WDRoth schon geätzt. Ein Highlight fand ich bisher den Vortrag von Paulo Coelho, der von Golem sehr schön zusammengefasst wurde. Den Weltraumvortrag von Carolyn Porco fand ich dagegen weniger spannend als der WDR…
Frank Patalong hat nun wohl auch das Noxon iRadio von Terratec für sich entdeckt. Zumindest hat der Netzweltenbummler in einem Apparatschik-Artikel das praktische Internet-Radio besprochen (und uns mal wieder vor Augen geführt, wie schwer Technikjournalisten es haben, Ihrer Partnerin die segensreichen Erfindungen der Unterhaltungselektronik schmackhaft zu machen). Tja, in diesem Punkt sind wir dem Kollegen vom Spiegel dann endlich mal voraus, wie dieser Clip vom vergangenen Herbst beweist…