Wer dieses Blog häufiger liest, hat sich seit einigen Wochen vielleicht auch über diesen unschönen Fehler gewundert, dass rechts bei der Archivanzeige der weiße Streifen zu kurz ist. Eigentlich ein Zeichen dafür, dass das Theme (iTheme 1.1) nicht auf so viel Durchhaltevermögen in Sachen Blogging eingerichtet ist (immerhin jetzt schon über fünf Jahre). Deswegen habe ich mal den Macher des Themes angemailt. Heute bekam ich Antwort und die möchte ich anderen Nutzern nicht vorenthalten: Man muss einfach im Images-Ordner die entsprechende weiße Grafik durch eine mit größerer Höhe ersetzen (geht sehr einfach mit Irfan View. Ist in meinem Fall die Datei sidep-bottom.png - falls es die Kategorien, die Links oder eben wie bei mir das Archiv betrifft.
Dass sich in der aktuellen Situation nur noch wenige klar zu Printmedien bekennen, mussten wir diese Woche auf dem DLD in München hören. Auch wenn Hubert Burda klarstellte, dass mit Online derzeit nur Pennys zu verdienen seien (und das auch noch im Panel, das Focus-Online-Chefredakteur Jochen Wegner leitete), waren die meisten eher mit dem Festzurren der virutellen Rettungswesten und dem Verlassen des alten Tankers “Print” beschäftigt.
Geradezu wohltuend ist da schon die Werbung im aktuellen Kulturspiegel für den neuen Freitag (der sinnigerweise aber schon donnerstags in die Läden kommt). Ab sofort kann man nicht nur beim Fischhändler bestimmen, welchen Inhalt man in seiner Zeitung haben will… netter Slogan und ebenso interessantes Konzept, das Jakob Augstein da verfolgt. Ob sich das verkauft, bleibt abzuwarten - gerade einmal 12000 Exemplare hatte der Freitag in letzter Zeit umgesetzt und manches darin war alles andere als leicht verdaulich und wohlschmeckend.
Immerhin: Das rein linksintellektuelle Blatt will man nicht mehr sein und das ist angenehm und vernünftig gleichermaßen. Schließlich braucht Deutschland nicht bloß Linke, die unsere Zukunft konstruktiv mitgestalten wollen. Ob Jakob Augstein das “Mitmach-Medium” (so beschreibt er es im Standard), an dem nicht nur Journalisten mitarbeiten sollen, wirklich realisieren kann, bleibt abzuwarten. Erfrischend anders könnte das jedenfalls werden, was wir ab kommende Woche zu lesen bekommen. (Kursivsetzung nachträglich - s. Kommentare, tw)
Wer bei Google ohne sprachliche Präferenz nach den Begriffen „’rss reader google“ sucht, findet als ersten Suchtreffer einen Eintrag mit dem folgenden Header: „RSS-Reader der Datenkrake Google“. Dieser Treffer verweist auf den Google-Reader selbst.
Ist Google jetzt selbstkritisch geworden? Mitnichten. Schaut man sich den Quelltext an, wird deutlich, dass der Begriff Datenkrake hier nicht auftaucht. Schuld ist also nicht ein möglicherweise unzufriedener oder besonders kritischer Mitarbeiter, sondern vielmehr der Suchmaschinenautomatismus.
Der Google-Reader-Eintrag ist nämlich für Suchmaschinen gesperrt – das verrät die Robots.txt-Datei. Normalerweise nimmt Google bei solchen gesperrten Dokumenten die URL als Titel. Doch in diesem Fall leitet sich der Titel aus Links her, die mit diesem Linktext auf den Google-Reader verweisen. Offenbar gibt es hier eine große Zahl an gesetzten Links mit hoher Relevanz, die die Suchmaschnie aufs Kreuz legen. Ein gutes Beispiel, wie Anwender mit einer großen Zahl an Backlinks selbst fremde Treffer – in diesem Fall Seiten von Google selbst – beeinflussen können.
Warum dieser Fehler, den Blogger bereits im Herbst anmahnten, nicht schon längst behoben ist, könnte nur das Unternehmen selbst erklären. Schließlich wäre genau das in diesem speziellen Fall möglich und im Sinne von Google auch ratsam. Allerdings ist Google offenbar im Moment zu sehr mit den aktuellen Entlassungen beschäftigt.
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Man könnte meinen, dass es keinen Begriff gibt, an dem nicht schon jemand anders die Rechte hat. Nachdem sich kürzlich ein Russe das Smiley schützen ließ (und dann bemerken musste, dass eine amerikanische Firma mit dem sinnigen Namen Despair damit schon sieben Jahre schneller war als er), kommt jetzt raus, dass auch der Begriff Netbook alles andere als neu ist. Den nämlich hat sich offenbar laut Spiegel Online (unter Berufung auf diese Quelle und Recherche bei der Kanzlei) die Firma Psion, vor zehn Jahren bekannt für schicke Hingucker unter den Mobilgeräten (unten zu sehen das Series 3a, ein schickes kleines Notizbuch der 90er), schützen lassen.
Ich dachte eigentlich, die gäb’s schon gar nicht mehr, aber offenbar hat sie zumindest noch Anwälte, die in London sitzen und Schreiben an die Betreiber von Netbook-Sites und Foren verschicken. Traurig, dass sie sich offenbar nicht trauen, an die Firmen zu gehen, die den Begriff populär gemacht haben - Asus, MSI, Medion, Samsung und Co. (und nicht zuletzt Intel!) würden ihnen sicher gerne und bereitwillig den A…llerwertesten versohlen. Schon dafür, dass sie den Forenbetreibern die Briefe am 23.12. geschickt haben, hätten sie’s verdient. Immerhin: Eine Kostennote wie bei diversen Abmahnungen im deutschen Raum scheint laut diesem Scan nicht dabei zu sein.
P.S.: Die Wikipedia macht sich auch ein paar Gedanken darüber, wer jetzt das Recht am Begriff Netbook hat.
PR-Panne für Apple: Laith Al-Deen schreibt auf seiner Homepage von einem Live-Auftritt am 10.12.2008 im Apple-Store München. Der Store entsteht gerade in der Nähe des Marienplatzes (Rosenstr. 1, direkt neben Sport Schuster) und man wartet schon länger drauf, dass sich da endlich mal was tut und zumindest ein Eröffnungstermin kundgetan wird. Apple hält sich dazu wie üblich bedeckt, aber damit ist wohl (wie das Mac-Essentials-Blog vermutet) das Geheimnis gelüftet, wann der erste Flagship-Store im deutschsprachigen Raum seine Tore öffnet. Interessant dürfte allerdings sein, welche weiteren Musiker an diesem Tag noch auftreten - mal schauen, wann da mehr ans Licht kommt.
Dazu muss man wissen: Die PR-Politik von Apple ist manchmal fast so restriktiv und unausgewogen wie die von Google (die von Google durfte ich im September bei der Präsentation des Android-Phones in München “genießen”) - siehe dazu auch der Artikel bei Focus Online von der Apple-Store-Eröffnung in Genf.
UPDATE: Eben teilt Apple mit, dass der Store schon am 6.12. eröffnet wird. Und hier ist auch endlich die Website. Neben Laith Al-Deen treten auch Peter Maffay, Xavier Naidoo und Cluseo auf. Das kann sich hören lassen.
Nun, da fiele einem sicherlich eine Menge ein… ein Punkt kommt jetzt hinzu: Nicht nur Frau Ypsilanti ist einem Telefonstreich aufgesessen (der niedersächsische Radiosender FFN hat’s ja nicht ausgestrahlt, dafür haben sich andere gefunden, die das Ding über Umwege zu Youtube getragen haben), auch Sarah Palin musste jetzt dran glauben, wie die Financial Times Deutschland berichtet. Ein sehr redseliger, charmanter Nicolas Sarkozy rief an und plauderte mit der Dame über die Zukunft (”ich sehe Sie eines Tages auch als Präsidentin”), über das Jagen (”Leben nehmen, das ist so lustig”) und über Palins Kampagne - diese verfolge er mit seinem Amerikaberater Johnny Halliday. Spätestens da hätten zumindest rudimentär gebildete Menschen schalten müssen. Wollen wir hoffen, dass
Kathrin Passig und Sascha Lobo (den ich vor einigen Wochen auf einer sterbenslangweiligen Pressekonferenz kennenlernen durfte, auf der er mir aber auch nicht hinreichend erklären konnte, was an Twittern so geil ist) haben ein neues Buch geschrieben: Dinge geregelt kriegen - ohne einen Funken Selbstdisziplin. Sascha Lobo, wir erinnern uns, das ist der von “Wir nennen es Arbeit“, einem Buch zur Generation P(rojektarbeit) mit nettem Ansatz, dem hundert Seiten weniger aber richtig gut getan hätten. Kathrin Passig, das ist die mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis… Nunja, wie das neue Buch von Passig und Lobo ist, weiß ich noch nicht - es liegt noch ungelesen hier rum - was aber jetzt schon ziemlich klasse ist, ist der Spot zum Buch, der gleichzeitig auch der Einstieg ist und bei Youtube steht. Seht selbst.
Bin heute zufällig auf eine Site gestoßen, die beweist, dass die Grundidee von Blogs nicht erst 2002 oder 2003 entstanden ist. Der RundbriefUSA existiert schon seit 1996. Hier beschreiben Michael und Angelika Schilli, die in San Francisco leben, sehr kurzweilig und interessant, wie das Leben an der Westküste “aus deutscher Sicht” so ist. Das weckt schon Fernweh - zumindest so lange bis man von den Mietpreisen dort liest. Wie dem auch sei: Reinschauen lohnt sich! Schade, dass die beiden immer noch darauf warten, dass jemand von der Redaktion des Magazins der Süddeutschen Zeitung bei ihnen mit dem Angebot anruft, für das famose Blatt eine Kolumne zu schreiben.
Es musste ja so kommen. Dass der Spiegel mal wieder auf die Blogosphäre eindrischt, erhitzt die Gemüter. Wadenbeißende Blogger rufen wieder den Unterschied zwischen den Bloggern (natürlich alle ganz toll) und den Journalisten (ein Schimpfwort der Extraklasse) aus - das meiste an Replik ist weder bemerkens- noch zitierenswert.
Dass in dem Spon-Artikel (auch im gedruckten Spiegel der vergangenen Woche) dann auch noch ein paar Blogs genannt werden - zugegebenermaßen sehr individuell und nicht sehr treffend ausgesucht - treibt den etlichen hundert anderen Möchtegern-Alpha-Bloggern den Schaum vor den Mund. Ich geb’s ja zu - der Einstieg “Wenn das hier ein Blog wäre…” lädt ja schon zu einer entsprechenden Antwort ein - und die gibt (unter anderem) Thomas Knüwer, einer der meistgelesenen Blogger (mit Rückenwind vom Handelsblatt) und geißelt die Erfolglosigkeit von Spiegel online.
Ob die Zahl der Klicks aber ein gutes Indiz für die Qualität und Wichtigkeit eines Bloggers darstellt - dazu liefert Oliver Gassner in Telepolis eine ebenso nette wie treffende Einschätzung: “Das entspricht etwa der Konzeption, der Firma Maggi 5-Gourmet-Sterne zu verpassen, weil sie am meisten Suppe verkaufen.”
Auch wenn mir im Moment die Zeit zum Bloggen fehlt, möchte ich Euch nicht Radio.de, einen kleinen, feinen Webradio-Dienst, vorenthalten. Obwohl noch in der Beta-Phase könnte da was draus werden… interessant ist es jedenfalls für alle: Die Sender steigern ihre Reichweite, die Firma kann hoffentlich bald mit Reichweite (also Werbung) Geld verdienen und der Anwender hat ein pfiffiges, gut zu bedienendes Webradio-Tool, das sich in nahezu jede Web-Umgebung einfügt…
Ach ja: Wer sich anmeldet, kann nicht nur Sender bookmarken, sondern auch anhand seiner Hörgewohnheiten oder anhand vorgegebener Genre-Präferenzen genau die Sender bekommen, die er hören will. Das funktioniert schon recht ordentlich - auch wenn man natürlich (anonymisiert) eine Menge Daten zum Hörverhalten preisgibt. Die würde ich übrigens gerne mal sehen - könnte sehr aufschlussreich sein, weil es m. W. noch kaum Daten zur Webradionutzung in Deutschland gibt.