Jan 08
Faszinierend, was man so alles in seinem Briefkasten findet. Sechs Briefe landeten heute bei mir, allesamt nicht für mich bestimmt, allesamt vom Post-Konkurrenten Süd-Post, der gerade mit der „neuen sympathischen Art der Zustellung“ wirbt. Nunja, sympathisch ist es vielleicht schon, wenn ich auf die Weise endlich meine Umgebung kennenlerne, aber ist das auch im Sinne der Empfänger (siehe Bild) und der Absender? Immerhin: 3x Handynetzbetreiber O2, 2x das Finanzamt München und 1x ein Versicherungsmakler namens Trowe. Ob wohl auch irgendwas in den letzten Tagen und Wochen an mich gehen sollte, das jetzt bei jemand anderem liegt, der es kopfschüttelnd in den Papierkorb entsorgt hat (bestenfalls) oder meine Finanzamts-Schreiben gelesen hat (nein, wohl nicht, sonst wäre er vorbeigekommen und hätte mir mindestens einen ausgegeben
).
Liebe Leute von der Süd-Post: Abgesehen davon, dass das eigentlich ein Fall ist, der in die Münchner Medien gehört (AZ, SZ, tz, Merkur, will jemand??) frage ich mich, was ich jetzt mit dem Zeug machen soll. Auf den Briefkasten legen wird nichts nützen – der freundliche Post-Briefträger wird’s sicher nicht mitnehmen wollen (warum sollte er auch die Arbeit der Konkurrenz erledigen). Ich glaube, das wird ein freundlicher Anruf bei der Süd-Post-Pressestelle werden… Eins weiß ich in jedem Fall sicher: So unzuverlässig ja manchmal die „richtige“ Post ist – das ist aber noch deutlich besser als die noch sparsamere Konkurrenz.
21. Januar 2010 um 23:57
[…] mich… Ganz viel Post von Süd-Post, der “sympathischen Art der Zustellung” Jan […]
7. Mai 2010 um 21:02
Findest dues einem Unternehmen gegenüber fair solche Threads aufzumachen?? Schonmal was von Briefgeheimnis gehört?? Schön, dass du dann die Briefe von anderen Menschen ins Internet stellst.
Schreibst du auch über die DP-AG, wie die Zusteller von der DP-AG Säcke voll mit Briefen im Wald vergraben haben, oder in den Schlitz zwischen den Aufzügen schmeissen??
Ich weiß nicht wieviel Erfahrungen du im Postwesen hast, aber sicher ist, dass es immer und in jedem Unternehmen schwarze Schafe gibt (traurig aber wahr).
Ich glaube nicht, dass der Zusteller noch bei der Firma arbeitet. Des beste ist bei sowas sich immer gleich zu beschweren, egal ob DP-AG oder Süd-Post. So kann man die schwarzen Schafe auch gleich ersetzen und wir erhalten unsere geliebte Post wieder zuverlässig und ordentlich.
8. Mai 2010 um 12:47
JA, das finde ich fair - sowohl gegenüber dem Unternehmen als auch gegenüber den Menschen, die vom Finanzamt und von anderen Stellen Post bekommen! Die sollen ruhig wissen, wie mit ihrer Post umgegangen wird…
Mit Briefgeheimnis hat das übrigens gar nichts zu tun. Dieses erstreckt sich auf den Inhalt, nicht auf den Umschlag! Und dass die Südpost (hier einer ihrer Mitarbeiter) riskiert, dass das Briefgeheimnis verletzt wird, weil nicht jeder so ehrlich ist wie ich und bei denen anruft und fragt, wie er damit jetzt sinnvoll umgehen soll, finde ich in jedem Fall berichtenswert. Die Südpost war übrigens, wie ich ja bereits schrieb, recht kooperativ und froh über mein Mitdenken - andere hätten’s einfach in den Müll befördert und der Empfänger hätte sich dann mit dem Finanzamt rumstreiten dürfen, wenn er nicht rechtzeitig seine Schulden zahlt, weil er gar nicht weiß, dass er welche hat.
Übrigens wenn ich mitbekomme, dass ein Gelb-Postbote Säcke mit Briefen im Wald verbuddelt, würde ich auch drüber schreiben.
Du schreibst: “Ich glaube nicht, dass der Zusteller noch bei der Firma arbeitet. Des beste ist bei sowas sich immer gleich zu beschweren, egal ob DP-AG oder Süd-Post. So kann man die schwarzen Schafe auch gleich ersetzen und wir erhalten unsere geliebte Post wieder zuverlässig und ordentlich.”
Siehst Du - und genau das habe ich getan… siehe Follow-up-Posting. Dass das Ganze eine Berichterstattung in einem Blog nach sich zieht, ist ein Zeichen der Zeit für ein solches Unternehmen. Ist jedenfalls fairer als anonym bei Ciao und Dooyoo zu schwadronieren, wie es andere tun.
1. August 2010 um 08:44
Hallo,
ich bin eigentlich seit über 10 Jahren Zeitungszusteller und muss seit etwa einem halben Jahr die Süd-Post mitausteilen.
Uns wurde vor 2 Jahren mitgeteilt, wie es ablaufen soll. Die Praxis sieht ganz anders aus und ich musste mich alleine durchwurschteln.
Zum Beispiel wenn die Post aus Versehen falsch eingeworfen wurde. Morgens um 5 Uhr kann man schlecht klingeln. Danach bin ich selbst in der Arbeit.
Ich habe den Aussendienstleiter angerufen und der hat mir gesagt, dass ich einen Zettel an den Briefkasten kleben soll und abends den Brief abholen muss.
Ich habe es dann auch so gemacht und musste auch einen Fehlerbericht abgeben. Inzwischen kommt langsam auch Routine rein und ich kann nur sagen, dass die meisten meiner Kollegen sehr bemüht sind.
Es ist auch viel Unwissenheit, da wir keine gelernten Postler sind.
Ich finde es gut, wenn bei falscher Lieferung das zuständige Unternehmen informiert wird, damit man reagieren kann.
30. September 2010 um 14:59
Ich kann nur sagen das ich es sehr merkmürdig das die Bundes Agentur für Arbeit auch sein Briefe durch die Süd’Post zustellen lässt. Entweder kommt kein Brief an ( und ich stehe dann in der Beweispflicht) oder er kommt 2-3 Tage an, Dadurch habe ich bis jetzt 500-600 € Sanktionen eingebüst was das für eine Arbeitlosen bedeute brauch ich nicht zu erwähnen.