Obwohl ich im Moment mehr vom Twitter- als vom Blog-Virus befallen bin, gibt es durchaus Dinge, die schon aus Gründen der Ausführlichkeit besser im Blog aufgehoben sind… zum Beispiel die Meldung, dass Entertainment Weekly für einen Teil seiner Abonnenten nun ein Magazin mit 2,7 mm dünnem Mini-Computer (angeblich wiederaufladbar per USB, wie auch immer das bei der Dicke Dünne funktionieren soll) rausbringt.
Klingt verdammt futuristisch und nach Harry Potter, aber wäre sicher auch für Computer- und Technikhefte eine spannende Sache. Ich höre schon die Sales-Abteilungen jubeln und auch die Online-Kollegen aus der Redaktion hätten sicherlich einiges beizusteuern (Trailer, Filmchen, How-to-Anleitungen, animierte Diagramme, etc.). Und auch die Möglichkeit, Content im Laufe der Zeit zu aktualisieren, ist nicht zu verachten: Live-Ticker, Wahlergebnisse und alles das, was Redakteuren kurz vor Redaktionsschluss den Schweiss auf die Stirn treibt… klingt nach einer schicken Spielerei für Verlage und Redaktionen - wenn auch nicht ganz billig: So ein Teil kostet laut FTD mehrere Dollar pro Stück und dürfte damit eher etwas für eine kleine Premium-Auflage sein.
Die Frage ist nur, wie nutzerfreundlich das Ganze ist. Wer nämlich mal auf der Site des Herstellers Americhip war, dürfte aus dem Fluchen nicht mehr rausgekommen sein. Flash und Klickibunti at its worst… ein Hingucker ist das am Zeitschriftenstand sicher, aber den blauen Umweltengel wird man sich damit nicht verdienen. Da reichen ja schon die vielen CDs/DVDs, die mühevoll und teuer entsorgt und getrennt werden müssen.
Dennoch: Ich bin gespannt, wer als erstes in Deutschland so etwas einsetzt.