Ich hätte da übrigens einen Tipp für die Verlage, wie sie sich jedes Jahr ein paar hunderttausend Euro in die Taschen schieben könnten und auch noch den Schreibern was Gutes tun könnten: VG-Wort-Onlinemeldung für Texte im Internet. Ich leiste gerne Hilfestellung, wenn man mich drauf anspricht. Schließlich handelt es sich um Geld, das ohnehin den Urhebern und Verlegern zusteht. Wie man hört, mussten nämlich in diesem wie auch schon im vergangenen Jahr Gelder zurückgestellt werden, damit nicht einige wenige einen Riesenbatzen bekommen. Zur Info: Wir sprechen nicht von Peanuts, sondern von 23 Euro für die Autoren und 17 Euro für die Verlage - PRO ARTIKEL!
Rechnen wir doch mal nach: Ein mittelgroßes Portal hat pro Tag (sagen wir mal) 20 Artikel mit über 1.800 Zeichen, die jeweils 3.000 Mal innerhalb eines Jahres angeklickt werden (Voraussetzung für den Höchstsatz). Rechnen wir mit 200 Tagen im Jahr und berücksichtigen wir, dass auch der Back-Catalog, also das, was in den letzten (sagen wir) fünf Jahren erstellt wurde (also 20.000 Artikel) mitvergütet wird. Für diese 24.000 Artikel gibt’s immerhin knapp 400.000 Euro im Jahr für den Verlag (und etwa das eineinhalbfache noch einmal aufgeteilt auf die Autoren). Gut, das wird in den nächsten Jahren sicher weniger, wenn einige Verlage aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen und mehr dran teilnehmen - aber im Moment hätte es so manchem Verlag einen warmen Regen beschert und vielleicht dem einen oder anderen Kollegen die Kündigung erspart.
Ach ja - alle Autoren, deren Verlage noch selig schlafen, können über eine Sondermeldung immerhin 3 Euro pro Artikel bekommen. Das ist ja dann auch schon was. Hierbei entfällt dann auch im Gegensatz zur “normalen” Lösung die 3000-Abrufe-Regel.
18. November 2009 um 14:15
[…] lieber das Geld von der Straße, das da liegt (und damit meine ich nicht nur die 17 Euro, die Ihr für jeden Text von der VG Wort bekommt)… man kann sich nicht bei Schneefall darüber beschweren, dass man nass wird, man muss den […]