Dez 12

Ein schickes Online-Tool zum Erstellen von Zeitleisten ist Dipity (nicht zu verwechseln mit Serendipity). Wie sowas aussehen kann, sieht man hier. Das ist Online-Journalismus, wie ich ihn mir vorstelle. Nicht diese schnarch-langweilige Sammelsurium aus Bildergalerien, Bildergalerien und Bildergalerien, mit dem derzeit viele Verlage auf Klickfang (Entschuldigung, Jochen, PI-Fang) gehen (und immer noch so tun als wären die Werbetreibenden blöd).

Übrigens: Eine schöne Form der Bildergalerie bietet Spiegel online in einem Artikel über die c’t und deren Jubiläum (”Zentralorgan von Nerdistan“). Da stimmt immerhin das Verhältnis von Bild und Text.

Dez 05

Nennt mich altmodisch, aber ich bekenne hiermit, dass ich Twitter für die sinnloseste Erfindung der letzten Jahre halte. Und selbst wenn Mario Sixtus ganz begeistert davon ist und selbst wenn sich der Wortvogel davon anstecken lässt: Ich werde nicht twittern…

1.) weil im Moment offenbar jeder meint, er müsste twittern, um hip zu sein - und weil es deswegen schon wieder cool ist, nicht zu twittern! (Hey, erinnert sich noch jemand an Second Life und den diesbezüglichen Hype?)

2.) weil ich es für Zeitverschwendung halte, zu lesen, dass Leute sich gerade einen Hamburger gekauft haben und mit Sauce bekleckert haben - und weil ich meinen Mitmenschen solche Belanglosigkeiten nicht antun möchte.

3.) weil ein Blog zur Befriedigung meiner latent vorhandenen Selbstdarstellungstrebe mehr als ausreicht. ;-)

4.)  weil Verfassungsschutz und BKA wahrscheinlich auch ohne Twitter genug über mich wissen und ich als braver Bundesbürger auch mal ein bißchen Privatsphäre für mich behalten will

5.) weil 140 Zeichen nicht einmal ansatzweise für das ausreichen, was ich zu sagen hätte.

Dez 03

Die Firma Canon hat ein lustiges Gewinnspiel für Journalisten, genauer für Redaktionen, gestartet: Man soll seinen Redaktionskühlschrank knipsen, die Bilder auf eine Canon-Site stellen und dann abstimmen, welches der vollste, lustigste, ekligste… was weiß ich… Kühlschrank ist. Zu gewinnen gibt es neben einem vollen Kühlschrank Crémant (1. Preis) auch “eine Kühlschrankfüllung mit echten schwäbischen Tannenzäpfle” (3. Preis)…

Stutzt Ihr auch? Gut… ich bin beruhigt! Schließlich kommt das Beste aller Biere mitnichten aus Schwaben (wäre ja wohl noch schöner), sondern aus Baden, genauer aus der Badischen Staatsbrauerei Rothaus. Die kam übrigens gerade vergangenen Monat bei Frank Plasbergs Hart aber fair als Beispiel für ein gänzlich unglobalisiertes Unternehmen vor. Vielleicht ist das der Grund, warum das Zäpfle derzeit so angesagt ist und einen ähnlichen Status genießt wie Augustiner oder Tegernseer.

Und die Pressestelle von Canon, die übrigens in Krefeld sitzt, darf sich rehabilitieren durch dreimaliges Absingen des Badnerliedes… gerne auch mit einigen Zusatzstrophen.