Okt 31

Da muss ich doch gleich noch nachlegen. Dieses wunderschöne Mashup (sogar mit Video) ist mir gerade begegnet: Amy Macdonald - This is the life mit dem Ketchup-Song von Las Ketchup (und einigen Samples aus Live is Life von Opus). Über die Qualität der verwendeten Songs kann man (mit Ausnahme des Haupttracks von Amy) streiten, die Qualität des Mashup und die Idee sind dagegen richtig gut. Ach ja - das Ding kommt von einem Menschen namens XAM. Weiß jemand mehr dazu?

Okt 28

Mit “when hell freezes over” beschreibt der Amerikaner eine Situation, von der er meint, dass sie nie eintreten werde. Mit diesen Worten antwortete mir ein amerikanischer Sprecher der Hifi-Marke Marantz auf meine Frage, wann man denn die Produkte nicht mehr nur in ausgewählten Geschäften, sondern auch bei Amazon oder im Hirsch-Ille-Versand kaufen kann. Nun scheint’s da unten verdammt kalt geworden zu sein, denn Amazon hat nicht nur einen Edel-Technik-Channel eröffnet, sondern dort auch eine eigene Marantz-Ecke geschaffen. Die Premium-Line, also die Einzelkomponenten mit hoch vierstelligen Preisen bekommt man dort zwar nicht, aber ein Anfang ist das allemal. Dafür lohnt sich dann tatsächlich immer noch der Weg in eine der Filialen von Hirsch und Ille.

Okt 23

Hier kommt nach längerer Zeit mal wieder ein Musik-Tipp von mir: Es ist immer ziemlich traurig, wenn man eine Chance vertan hat. Meine verpasste Gelegenheit 2008 war das Konzert von Amy Macdonald bei der Party zum DLD08, zu der ich zwar eine Einladung hatte, aber wegen Müdigkeit nicht hingegangen bin. Schön blöd. Ich muss gestehen, dass ich die Frau damals noch nicht kannte (wie die meisten Deutschen) und mir erst eine Kollegin aus London auf die Sprünge helfen musste. Dort war Frau Macdonald schon damals recht bekannt. Kurz danach habe ich mir das Album besorgt. Was soll ich sagen - es dudelt seit Wochen rauf und runter und ist so ziemlich das einzige, das jedes Update meines MP3-Players übersteht. Inzwischen ist es auf Platz 3 der Amazon-Charts. (Achtung: Es gibt eine 2008er-Version mit einem Titel mehr.)

Okt 19

Kathrin Passig und Sascha Lobo (den ich vor einigen Wochen auf einer sterbenslangweiligen Pressekonferenz kennenlernen durfte, auf der er mir aber auch nicht hinreichend erklären konnte, was an Twittern so geil ist) haben ein neues Buch geschrieben: Dinge geregelt kriegen - ohne einen Funken Selbstdisziplin. Sascha Lobo, wir erinnern uns, das ist der von “Wir nennen es Arbeit“, einem Buch zur Generation P(rojektarbeit) mit nettem Ansatz, dem hundert Seiten weniger aber richtig gut getan hätten. Kathrin Passig, das ist die mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis… Nunja, wie das neue Buch von Passig und Lobo ist, weiß ich noch nicht - es liegt noch ungelesen hier rum - was aber jetzt schon ziemlich klasse ist, ist der Spot zum Buch, der gleichzeitig auch der Einstieg ist und bei Youtube steht. Seht selbst.

Okt 19

… zumindest nicht für dreiste Abzocke, von der man erst erfährt, wenn’s zu spät ist. Wovon ich spreche? Von Stayfriends, dem Dienst, der alte Schulfreunde wieder zusammenbringen soll. Da war ich seit mehr als fünf Jahren Mitglied - erst aus Zufall, dann aus Neugier und im Laufe der Zeit habe ich auch tatsächlich den einen oder anderen von den alten Mitschülern dort gefunden. Eine längere Unterhaltung hat sich meist nicht ergeben, Bilder haben auch nur sehr wenige Nutzer dort eingestellt - ein Community eben, die eher schlecht als recht läuft. Aber bevor man sich aus sowas wieder austrägt, muss ja schon was Gravierendes passieren.

Gut, dachte ich mir vor einiger Zeit - kann man ja mal einen Glückwunsch zum Geburtstag auf diesem Weg absetzen - an einen ehemaligen Mitschüler, von dem ich keine aktuelle Mailadresse hatte. Einige Benachrichtigungsmails später wusste ich, dass der Empfänger zwar meine Nachricht lesen konnte, ich die seine aber nicht. Stattdessen sollte ich eine Gold-Mitgliedschaft für 18 Euro im Jahr abschließen - nur um eine Nachricht lesen zu können. Leute, das ist dreist.

Ach ja - Heiner und ich unterhalten uns inzwischen über Wer kennt wen oder chatten. Dort habe ich übrigens eine Reihe von Leuten wiedergetroffen, die ich schon vor ewigen Zeiten aus den Augen verloren hatte - auch und gerade solche, von denen ich gar nicht gedacht hätte, dass ich sie in einer Community antreffen würde (das fand ich das Spannendste daran!).

Nun habe ich gerade bei Stayfriends gekündigt - wie’s geht, verrät die Site nur sehr versteckt (immerhin nicht ganz so versteckt wie die Tatsache, dass man für den Dienst 18 Euro zahlen soll). Die Lösung, wie man sich abmeldet, hatte ich im Nullkommanix bei Gutefrage.net gefunden. So muss Web 2.0 sein - und zwar ohne dass der Anwender dafür Geld bezahlt!

P.S.: Ich sehe gerade - ich bin offenbar nicht der einzige, der auf den Stayfriends-Laden sauer ist. ;-)

Okt 17

Bin heute zufällig auf eine Site gestoßen, die beweist, dass die Grundidee von Blogs nicht erst 2002 oder 2003 entstanden ist. Der RundbriefUSA existiert schon seit 1996. Hier beschreiben Michael und Angelika Schilli, die in San Francisco leben, sehr kurzweilig und interessant, wie das Leben an der Westküste “aus deutscher Sicht” so ist. Das weckt schon Fernweh - zumindest so lange bis man von den Mietpreisen dort liest. Wie dem auch sei: Reinschauen lohnt sich! Schade, dass die beiden immer noch darauf warten, dass jemand von der Redaktion des Magazins der Süddeutschen Zeitung bei ihnen mit dem Angebot anruft, für das famose Blatt eine Kolumne zu schreiben.

Okt 17

… soll man Aktien nachkaufen. So zeigt sich auch Google-Gründer Sergej Brin zuversichtlich. Google mache, so Brin, in Krisenzeiten besonders gute Geschäfte. Berichtet die taz, die sich auf AP beruft und auch weiß, dass der Suchmaschinengigant den übermäßigen Appetit seiner Mitarbeiter zu bändigen sucht. Allerdings hat Brin die Rechunng ohne den Wirt, sprich: die Anleger, gemacht. Die Google-Aktie hat in den letzten 12 Monaten immerhin ein Dritel ihres Wertes verloren. Wenn das mal kein guter Grund zum (Nach-)Kaufen ist. Oder um mit Warren Buffett zu sprechen: “Der dümmste Grund eine Aktie zu kaufen, ist, weil sie steigt.

Okt 16

Wie blöde kann man eigentlich sein? Der WDR verschickt eine Pressemitteilung mit dem Hinweis “!!! Sperrfrist beachten!!! NDR-Reporter Eric Friedler erhält Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis 2008 – Sperrfrist für alle Medien: Donnerstag, 19 Uhr!”. Das Lustige daran: Sie stellen das Ding nicht nur schon heute öffentlich ins Internet, sondern die Meldung ist auch nicht wirklich neu. Der Reporter Fiedler erwähnt die Preisverleihung bereits in einem Interview im Kölner Stadtanzeiger (gefunden im Jonet). Das ist ja fast so lächerlich wie die unselige Praxis einiger Unternehmen, Journalisten vorher seitenlange Verschwiegenheitserklärungen unterzeichnen zu lassen - übrigens eine Praxis aus dem amerikanischen Raum, die hierzulande kaum rechtlich bindend ist. Nichts gegen Sperrfristen, wenn sie wirklich helfen, dass man als Journalist etwas Vorlaufzeit hat (gerade bei Printmedien sehr sinnvoll). Aber doch bitte nicht dieses “pssst, ich sag’ Dir jetzt was ganz Geheimes”, wenn’s längst bekannt ist.

Okt 15

Nachdem ich es immerhin seit 2002 geschafft habe, meinen privaten PC nicht zu wechseln, sondern nur mit einer größeren Festplatte zu bestücken, ist jetzt langsam was Neues fällig. Ziemlich angetan bin ich ja von den Silentium-Ultra-PCs wie sie der Versender Grey Computer anbietet… gar nicht mal so viel teurer als ein PC von der Stange und der Service scheint in Ordnung bis vorbildlich zu sein.

Außerdem hätte natürlich auch ein Zweit-PC im Wohnzimmer was. Da wiederum fände ich den MSI Wind PC (den es wohl auch von Medion geben wird) oder die Asus EEE-Box nicht verkehrt (zu sehen bei PC-WELT). Vor allem letztere dürfte quasi nicht zu hören sein und weniger Strom als eine Glühbirne verbrauchen. Vorbildlich - sowas kann man einfach durchlaufen lassen und spart noch Geld gegenüber Festplattenrecorder, Webradio, DVB-T-Receiver und dem ganzen anderen Kram, den man so mittlerweile in der Bude stehen hat.

Wobei das ja in Sachen Design nicht ganz an den schon etwas in die Jahre gekommenen Mac Mini von Apple herankommt. A propos Apple: Wenn man noch einen Tausender übrig hätte, wäre sicher das gestern vorgestellte Macbook erste Wahl. Aber tausend Euro für ein letztendlich Zweitgerät? Da wird’s dann wohl doch eher eines der vielen derzeit erscheinenden Netbooks (mein Favorit hier immer noch der Medion Akoya Mini, wenn er denn endlich mal serienmäßig mit einem gescheiten Akku kommt).