Irgendwie ist es schon beruhigend, zu sehen, dass auch andere Redaktionen mit den neuen Möglichkeiten des Internets noch überfordert sind nicht ganz so virtuos umgehen wie es möglich und wünschenswert wäre. Ein Trial-and-Error-Spielchen, das etwa die Süddeutsche mit ihren Web-Videos dokumentiert. Da gibt’s unter anderem ein eher tragisch als erheiternd wirkendes Filmchen zur gestrigen Dackelwanderung im Englischen Garten. Wer etwas genauer recherchiert, merkt recht schnell, dass das Video vom Münchenblogger stammt (und es dort auch den passenden “Bericht” gibt, der allerdings inhaltlich äußerst dünn ausfällt). Das macht das Video zwar nicht weniger peinlich, dokumentiert aber, wie sehr wohl auch die Onliner der großen SZ sparen müssen. Daraus zu schließen, dass Blogs und traditionelle Medien enger zusammenrücken, wäre allerdings falsch. Es ist eine Zweckehe, die beiden Partnern mehr abverlangt als ihnen gut tut.
Sep 07