… und die Allgemeinbildung mancher Menschen in Sachen Erdkunde und Politik ist schon beachtlich. Die Briten sind aus der EU ausgetreten und Luxemburg gehört jetzt dem Warschauer Pakt an… wie schlecht ist es eigentlich um unsere Bildung bestellt. Dagegen ist es ja fast schon harmlos, dass eine ehemalige Mitschülerin von mir mal bei einer Verkehrsbefragung, als es darum ging, wohin derjenige fährt, auf die Aussage “Dorf im Warndt” nachfragte “Welches Dorf im Warndt?”. Zur Erklärung für alle Nicht-Saarländer: Dorf im Warndt ist eine gar nicht so unbekannte Gemeinde in der Nähe von Völklingen.
Das prozesswütige Zeitgenossen gerne mal Behinderte und andere Unwägbarkeiten des Lebens als Grund sehen, vom Veranstalter einer Reise einen Teil des Geldes zurück zu verlangen, ist bekannt. (und interessanterweise von den Gerichten sehr unterschiedlich bewertet worden). Dass die Anwesenheit von Journalisten jetzt schon ein Grund ist, dass ein Veranstalter den Reisepreis in vorauseilendem Gehorsam gleich selbst senkt, ist ungewöhnlich und neu… und hier nachzulesen. Jetzt ist die Frage: Wenn ein Stern-Journalist eine Reisepreissenkung für die anderen von 50 % zur Folge hat, was würde dann passieren, wenn ich jetzt auch noch dort buche? Dürfen dann alle anderen kostenlos mit? Zahlen sie nur noch 25 % des Reisepreises? Wird die Reise ganz abgesagt?
Kykladen und Segeln wäre ja nett und Urlaub habe ich in der Zeit auch… aber 60 km lange Fahrradtouren? Hmm neee… also ich würde dann dafür mehr bloggen, wenn das okay ist. Und nachdem ich gelesen habe, dass man auch auf eigene Faust mit Karte und Kompass losziehen kann, würde ich dann halt voller Elan losradeln - um mich dann hinter der nächsten unbeobachteten Ecke in die Büsche zu schlagen (wahlweise eine Taverne aufzusuchen oder mich an den Strand zu packen)… aber nicht weitersagen ;-).
Zehn Jahre ist es her, dass ich für damals 850 DM den Brother HL 760 erworben habe… viel hat er geleistet, meine gesamte Magisterarbeit mitge- und -ertragen, drei Umzüge miterleben müssen (ok, den dritten hat er mir offenbar übel genommen). Der Drucker ist konkurrenzlos billig im Unterhalt - die Trommel kann extra getauscht werden, der Toner kostete damals rund 40 Mark (heute als Refill um die 10 Euro). Jetzt versagt der Papiereinzug - schade eigentlich, denn wenn ich mir die aktuellen Farblaserdrucker anschaue, dann weiß ich, a) dass die billigst verarbeitet sind, b) spätestens in fünf Jahren irgendeinen Treiber benötigen, den es dann nicht mehr geben wird und c) dass ich im Laufe der Zeit perverse Summen für Toner bezahlen werde. Vielleicht gehe ich ja das Wagnis ein und kaufe mir bei Ebay einen gebrauchten HL 760… den gibt’s ab 1 Euro plus Versand.

Eine Sternstunde der deutschen Fernsehgeschichte und ein hervorragendes Studienstück für (nicht nur angehende) Journalisten ist die Fußballübertragung von Jauch ein Reif aus Madrid vom 1. April (sic!) 1998. Da fiel nämlich das Tor schon buchstäblich vor dem Anpfiff und die beiden berichteten insgesamt rund eineinviertel Stunden über die Bemühungen der Spanier, das Tor wieder aufzurichten, damit das Spiel losgehen kann. Lustigerweise hatten Jauch und Reif dabei die besseren Quoten als beim Spiel selbst, das danach stattfand. Nachdem ich vor zwei Wochen (anlässlich der Besten deutschen Fernsehmomente) fand, dass man das mal nochmal sehen könnte, bin ich jetzt zumindest auf ein Hörbuch gestoßen (geschnitten auf knapp 45 Minuten) (hier bei Amazon). Schade, dass man offenbar die DVD-Rechte nicht bekommen hat, denn mit Bild wäre gerade eine solche Show natürlich noch reizvoller. Die Bilder gibt’s dafür bei Youtube (Teil 1, Teil 2 und Teil 3 - eine schöne Zusammenfassung gibt’s hier).
Die USA sind günstig wie nie - vielleicht sollte ich endlich mal einen Urlaub dort planen, nachdem selbst der Focus den niedrigen Dollar als Titelthema entdeckt hat. Auf jeden Fall würde ich dort mal nach einem der Netbook genannten Mini-Notebooks schauen… im Moment ist mein Favorit der Wind von MSI (ob er wohl hierzulande auch so heißen wird…?) oder aber das, was Medion plant (Prototypen gab’s wohl schon auf der Cebit, aber das Gerät kommt nicht vor Herbst in die Läden).
Nett fand ich in dem (ansonsten für eine Titelgeschichte etwas dürftigen) Focus-Artikel die Anekdote, dass der US-Rapper Jay-Z in einem Video nicht mehr mit Dollarscheinen um sich geworfen hat, sondern mit 500-Euro-Noten.