Apr 30
Kriegen die von everymail.net das noch hin? Ich glaube nicht… aber immerhin haben sie inzwischen mal einen Blick auf den Kalender geworfen. Wir bleiben gespannt.
Die neue Version von everymail.net wird am Dienstag, den 29.04.2008 online gehen.
UPDATE 29.04.2008 13:20 Wir arbeiten daran, die neue Release freigeben zu können. Dies wird jedoch noch bis in die Abendstunden dauern. Wir bitten Sie noch um etwas Geduld..
UPDATE 29.04.2008 20:07 Noch sind wir immer mit der Migration beschäftigt um Ihnen ein neues Webmail Programm zur Verfügung stellen zu können. Die Arbeit ist sehr umfangreich und wir haben den Aufwand leicht unterschätzt. Daher wird es leider noch bis 30.04.2008 dauern, bis Sie wieder in Ihre Mailbox einloggen können.
Apr 28
Heise berichtet über die Eröffnung des größten Journalismus-Museum weltweit. Irgendwie ist es schon befremdlich, dass der Journalismus ins Museum kommt. Aber andererseits: Irgendwo müssen unsere Kinder und Enkel einmal nachschauen können, was Journalisten mal gemacht haben. Dann wenn es nur noch Content-Manager gibt (wenn nicht sämtliche Prozesse ohnehin selbstgenerierend aus irgendwelchen Feeds gezogen werden), wenn nur noch Youtube-Videos über die Fernsehschirme flimmern (gibt’s bei Super-RTL schon jetzt) und wenn man mit irgendwelchen User-generierten Webseiten berieselt wird. Oder sehe ich das zu kritisch?
Schließlich gibt es auch Museen für Dinosaurier oder ausgestorbene
Tiere. Nun halt für den Journalismus….Post Mortem …..sozusagen.
Apr 28
Ein Unternehmen, das offenbar die Dotcom-Blase überlebt hat, aber sein System nach eigenem Bekunden in den letzten zehn Jahren nicht weiterentwickelt hat, ist everymail.net, ein kleiner österreichischer Mailprovider aus dem Hause Emerion, der eigentlich vor allem deswegen beliebt war, weil er keinerlei persönliche Daten von seinen Kunden wollte.
Folgende Fehlermeldung sehen derzeit die Kunden, wenn sie sich dort einloggen wollen (wohlgemerkt: heute, Ende April):
Wir arbeiten an einer neuen und moderneren Software für everymail.net, wo Sie besser als bisher Ihre E-Mails verwalten können. Ein Login wird wieder am Dienstag, den 29.03.2008 möglich sein.
everymail.net ist eines der ältesten Webmails aus Österreich. Nachdem wir den Dienst kostenlos anbieten und dieses Service bisher in kein Geschäftsmodell integrieren konnten, wurde die Software seit der Entstehung im Jahre 1998 auch nicht weiterentwickelt. Da everymail.net jedoch nach wie vor intensiv genutzt wird, haben wir uns entschlossen, das Service weiter zu entwickeln und mit einer verbesserten Version eines modernen, aber einfach zu bedienenden Webmails anzubieten. Darüber hinaus werden wir für everymail.net auch ein Geschäftsmodell entwickeln, damit wir diesen Maildienst für Sie weiter betreiben können.
Ich bin gerne bereit, den Damen und Herren als PR-Consultant auf Honorarbasis einige Dinge über Kommunikation und Customer Relationship Management zu erklären. DAS jedenfalls wirft ein denkbar schlechtes Bild auf das Unternehmen und ist keine gute Ausgangslage für ein Unternehmen, das offenbar noch nicht gänzlich aufgegeben hat…
Apr 22
Es ist immer wieder schick, was sich mit Google Layern und Google Maps/Earth so alles realisieren lässt. Wenn man dann noch mit 360-Grad-Filmchen rumspielt, kommt sowas wie 360 Cities dabei raus. Macht einfach Spaß (vorausgesetzt man hat eine ausreichend schnelle Leitung und einen halbwegs aktuellen PC)!

Apr 13
Dass ich ein gutes Verhältnis zu Web.de habe und das meiste, was da abgeht (mit Ausnahme der Club-Köderei) gut finde, wissen die meisten. Gerade kürzlich war ich mal wieder begeistert von GMX-Multi-Messenger, auch wenn der mit Web.de-Konten nocht nicht optimal funktioniert (SMS-Funktion) - habe ich ja auch bei pcwelt.de darüber geschrieben. Was allerdings seit einem Jahr ein richtiger Flop zu werden scheint, ist das Web-2.0-Geschäft von United Internet. Namentlich Unddu.de. Matthias Greve war beim Start vor einem Jahr auch streng darauf bedacht, zu betonen, dass Unddu.de nichts direkt mit Web.de zu tun hat und dort auch nicht integriert werden soll. Die Einbindung in die Startseiten von Web.de und GMX hat zwischenzeitlich stattgefunden - soviel also dazu - und offenbar gibt es auch etliche Gewinnspiele und Aktionen, um neue Teilnehmer für Unddu.de zu gewinnen.
Was man dann in der Tat auf der Site vorfindet, ist auch nach einem Jahr ein mäßiges Design, einige nicht mehr zeitgemäße Web-2.0-Funktionen und ein bemühter Abklatsch von Lokalisten, Facebook, StudiVZ und Co. Selbst das leidige Spam-Problem - Nachrichten à la “ich will Dich kennenlernen, hier ist meine Handynummer”, das inzwischen viele andere Communities weitgehend im Griff haben, besteht hier noch. Ich kann mir nicht helfen: Es sieht einfach irgendwie alles so aus als hätte die Unternehmensspitze gesagt “Du, das mit diesem Web 2.0, das brauchen wir auch - sollen die Kollegen mal machen”. Und die haben dann gemacht. Dabei wäre der Ansatz ja gar nicht schlecht gewesen: Eine Unterteilung nach öffentlichen, halböffentlichen (mit Passwort und Nutzergruppen) und privaten Inhalten (persönliches Passwort).
Ich habe mich dort gerade wieder abgemeldet - ich habe es zumindest versucht. Dass das Unternehmen es seit über einem Jahr nicht hinbekommt, einen “Abmelden und alle Daten löschen” Button einzurichten, spricht schon für sich. Warum nur…? Wäre es böse, zu vermuten, dass die Herrschaften von Unddu.de es ja gar nicht wollen, dass sich die mühsam geköderten (sollte man besser gekoberten sagen?) Mitglieder wieder abmelden? Ist doch schlecht, wenn man den Entscheidern, Analysten und Pressevertretern sagen müsste, dass es nicht x.000 Mitglieder sind, sondern nur ein paar Dutzend (die dort wirklich aktiven nämlich). Traurige Veranstaltung, so oder so…
Apr 09
Eindeutig zweideutig, ich geb’s ja zu… dass einzelne Verleger bereits den Abgesang auf Print veranstaltet haben (und dann einsehen mussten, dass man mit Print derzeit doch noch gutes Geld verdienen kann), ist bekannt. Neu ist dagegen, dass die Post (ja richtig - die Gelben, die’s schon nicht auf die Reihe kriegen, samstags ein vernünftiges Gratis-Fernsehprogramm in die Briefkästen zu stopfen) ein Wochenblatt “über Internet, Telekommunikation und Computer” planen. Berichtet Turi2, der sich auf einen FTD-Artikel beruft. Ob das Chip, PC-Welt, Computerbild und Co. jucken muss? Wohl eher nicht - was schert’s die Eiche, wenn sich die Sau dran schubbert? Aber für einige PR-Agenturen, die ihren Kunden vermitteln wollen, was für eine tolle Reichweite sie mit ihren Pressemitteilungen erzielt haben, könnte das interessant sein. Und vielleicht könnten ja auch ein paar Freie einen lukrativen Auftrag erhaschen - siehste, irgendwas Gutes hat jede Geschichte.
P.S.: Ob das gute Stück “Com-Post” heißen wird, wie ein Kollege vermutet, bleibt abzuwarten…