Mrz 05
Der Hype um den Eee-PC geht weiter. Ich war gerade am Asus-Stand und musste feststellen, dass es dort zwar ein paar von den Geräten zum Ausprobieren gibt - vom Modell 701 wohlgemerkt, das s ja schon in jedem Laden geben sollte / könnte, wenn Asus endlich mit dem Produzieren nachkäme. Den 900er gibt’s dagegen nur hinter Glas, was die Leute aber nicht davon abhält, wie blöd Digitalfotos davon zu machen. Verstehe einer die Menschen…
Noch weniger zu sehen gibt’s bei Medion. Zwar ist dort laut Pressemitteilung ein vergleichbares Gerät angekündigt (399 Euro, 10 Zoll Bildschirmgröße, mehr Details nicht bekannt), davon gibt es aber gerade mal einen Prototyp, den sich die Journalisten anschauen können.
Wobei sich schon die Frage stellt, wozu man eigentlich als Otto Normalbesucher auf Messen geht, wenn’s dort mit Ausnahme von Bildern ohnehin nichts zu bestaunen gibt. Luftballons, Kugelschreiber und Tüten gibt’s doch schließlich auch woanders. Ich würde die These wagen, dass diejenigen, die sich an den Messetagen gut im Internet informiert haben, mehr wissen als wir hier vor Ort. Und: Nein, ich habe nicht den Messe-Blues und, das Wetter ist sogar den Umständen entsprechend schön.
Mrz 05
Das ist doch mal eine Ausnahme in unserer globalisierten Welt: Es gibt noch Software von einem internationalen Unternehmen, die nur für den deutschen Markt (ok - und für den taiwanesischen) produziert wird. Die Rede ist von Photo Impact X3, das Corel heute auf der Cebit vorgestellt hat. Das einfache Bildbearbeitungsprogramm für knapp 50 Euro überzeugt vor allem mit One-Click-Korrekturen. Warum man dem Programm im Rest der Welt keine Verkaufschancen mehr einräumt, ist unklar und nicht nachvollziehbar.
Mrz 04
Asus, T-Mobile und Microsoft hatten die schon erwartete Pressekonferenz. Schon lange nicht mehr so viele gespannte Journalisten erlebt. Was dann rauskam, ensprach ziemlich genau dem, was wir schon erwartet hatten: Microsoft wird zum Asus-Eee-PC ein angepasstes Windows XP ausliefern, das aber weniger abgespeckt als vielmehr um Windows-Live-Elemente ergänzt wird - Preis noch offen. T-Mobile wird zum Eee-PC die nötigen Free-Vouchers für Hotspot-Einwahl für 300 Stunden anbieten. Außerdem wird es einige Wochen später noch eine Version mit UMTS-Stick geben.
Interessanter als diese Nachbesserungen - es handelt sich in allen Fällen um das Modell 701 - wird der Eee-PC 900 sein, der im Laufe des Jahres auf den europäischen Markt kommt - hoffentlich dauert es diesmal nicht wieder so lang wie beim ersten Modell, bis man den auch kaufen kann… einen Film zu diesem neuen Notebook gibt’s bei pcwelt.tv.
Mrz 04
Bei Navigationsgeräten hat man den Eindruck, dass es hier im Moment noch wirkliche Neuerungen und Entwicklungen gibt. Verbesserte fotorealistische Darstellungen, weiterentwickelte Fahrspurassistenten, Zusatzdienste, die teilweise durch die Community bestückt werden und vor allem Verbesserungen in der Bedienung. Das bedeutet zum einen größere Displays (fast doppelt so groß wie noch vor zwei, drei Jahren), aber auch bessere Spracheingabe und deutlich geduldigere Geräte, die den Anwender nicht mehr vor größere Denksportaufgaben stellen, wie er denn nun die “Straße des 17. Juni” schreiben muss. Bald werden wohl regelmäßige Kartenupdates (etwa als “Freshmaps” bei den neuen Modellen des Herstellers Navigon mit dabei) zun guten Ton gehören.
Mrz 04
Oft stecken die Veränderungen im Detail und man sieht sie nur auf den zweiten Blick. Ein interessantes Feature gab’s bei AVM in weiterentwickelter Form. CAT-iq ist eine interessante Weiterentwicklung von DECT, die in den zukünftigen Fritz-Box-Modellen zum Einsatz kommen wird. Neben mehr Bandbreite und damit verbundener besserer Sprachqualität werden auch Sonderfunktionen und Zusatzdienste wie RSS möglich sein. Wenn sich der Dienst durchsetzt, könnnte das bald eine sinnvolle Ergänzung für viele Haushalte sein, in denen ohnehin Tag und Nacht das WLAN läuft.
Ansonsten wenig Überraschendes: AVM präsentierte auf der Pressekonferenz neben einer neuen Fritzbox (wer hätte es gedacht) und der Media Box Fritz Media 8160 einen Repeater, der einfach in die Steckdose gesteckt wird. Kostet 99 Euro, kann aber nach Angaben des Unternehmens viele bauliche Probleme überwinden. Geben soll’s das Teil ab dem 3. Quartal.
Mrz 04

Es hat immer etwas sehr Besinnliches, wenn Eugene Kaspersky, Gründer von Kaspersky Lab, von seinen Viren berichtet und einen aktuellen Überblick über die Lage vermittelt. Er wirkt dabei immer so abgeklärt, so ein bißchen wie in den 70er Jahren Prof. Grizmek. Fehlt nur noch, dass er mal irgendwann so “ein possierliches Geschöpf” im Schraubglas mitbringt.
Seine Message an diesem frühen Morgen war wenig neu und nicht minder beruhigend: “Die Sicherheits- und Täuschungsproblematik wird uns immer begleiten, so lange mit Cyberkriminalität Geld zu verdienen ist. Weil es immer wieder Leute gibt, die neu in den Markt kommen, die die Tricks, mit denen Schäden verursacht werden nicht kennen. Es ist ein Geschäft wie jedes andere - Sie können für ein paar tausend Dollar einen Trojaner oder eine andere Schadsoftware programmieren lssen.” Einen interessanten Trend hatte er dennoch im Gepäck: “Wir bemerken in den letzten Monaten vermehrt, dass mobile Endgeräte das Ziel der Angreifer werden. Egal ob Symbian oder Windows Mobile…. während das bis vor einigen Monaten nur eine Gefahr unter vielen war, häufen sich jetzt die Fälle.”
Mrz 04
Wer auf Suche nach einem IT-Job ist, sollte mal beim Zeitarbeitsvermittler Randstad vorbeischauen. Am Wochenende wird der anlässlich der IT-Fitness-Tage nämlich mehr als 1000 IT-Jobs in den verschiedensten Branchen und Regionen im Gepäck haben. Da schadet es nicht, einen aktuellen Lebenslauf im Gepäck zu haben und mal in Halle 16 vorbeizuschauen.
Ansonsten kann man am Wochenende auch noch im Rahmen derselben Aktion bei Microsoft Brezen backen. Ja richtig gelesen und kein Scherz - das Unternehmen will damit allen Schülern, Studenten und Azubis zeigen, wieviel IT-Know-How in einer Breze steckt. Ahhh jaaa… was kann danach noch kommen? Topfschlagen mit SAP, Straßenmalen mit Corel, ein Trommelworkshop mit IBM? Warten wir’s ab…
Mrz 03
Interessant sind oft vor allem die Gespräche, die man so nebenbei führt. Ein Firmenvertreter aus dem Multimedia-Bereich, mit dem ich regelmäßig über die viel zu lang aktuelle Frage gesprochen habe, ob sich BluRay oder HD-DVD durchsetzen wird, erzählte, dass man in der Filmindustrie heilfroh ist, dass der Formatstreit vorbei ist. Dachte ich mir schon - ich wäre allerdings nicht auf die Begründung gekommen: “Jetzt kann man endlich die entsprechenden Discs produzieren und muss nicht mehr auf irgendwelche unsicheren Internet-Übertragungswege setzen.” - Ich glaub, sie lernen’s nie… 
Mrz 03
Als ich zur Microsoft-PK kam, dachte ich erst, ich sei in der falschen Veranstaltung, als im Eingang nette Menschen mit Yello-Pressemappen standen. Des Rätsels Lösung: Yello, die seit 1999 den deutschen Strommarkt aufmischen, setzen jetzt auf einen Online-Stromzähler mit Microsoft-Technologie. Der soll dem Stromanbieter nicht nur das Ablesen erleichtern, sondern schafft auch ein Plus an Transparenz für den Kunden. Der kann vom PC aus sehen, wo er wie viel Strom verbraucht und kann ggf. hochrechnen, was ein bestimmtes Gerät ihn beispielsweise im Jahr kostet. Dass Microsoft deswegen, wie ein Kollege mutmaßte, seine Bluscreens deswegen jetzt gelb umfärbt, ist allerdings unwahrscheinlich.
Mrz 03

Es waren ungewöhnliche Töne für einen Amerikaner, die Steve Ballmer auf der Auftakt-Pressekonfernz von Microsoft anschlug. Man sei sich durchaus bewusst, dass durch Computerressourcen zu viel Strom verbraucht würde, man sei damit nicht einverstanden und wolle da noch etwas verbessern, obwohl man schon viel weiter sei als die Konkurrenz.
Ohne Zweifel: Microsoft hat im Geiste von Green IT Ziele und Maßstäbe entdeckt, die bislang als absolut unamerikanisch galten. Gerade wenn ein PC untätig herumstehe, habe man es inzwischen geschafft, die Leistungsaufnahme auf ein Minimum im Vergleich zu früher herunter bekommen. Und man wolle gezielt in Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet investieren, sagte der Microsoft-Chef.
Green IT ist vorrangig, aber eben nicht nur, ein Thema für Rechenzentren und größe Verbraucher. Doch das was jeder einzelne dafür tun kann, ist auch nicht ohne: Mit dem geschickten Einsatz der in den diversen Betriebssystemen enthaltenen Energiesparmöglichkeiten lässt sich, so schätzen Experten, ungefähr ein Fünftel des Gesamtverbrauchs einsparen. Ein noch größeres Potenzial ist auszuschöpfen, wenn man auf stromsparende Komponenten wie Lüfter oder Netzteil setzt. Selbst wenn’s angesichts anderer Großverbraucher für die Umwelt nicht ins Gewicht fällt, lässt sich auf dem Weg ein wenig Geld sparen… und verschafft dem einen oder anderen immerhin ein gutes Gewissen.