Jan 31

Eine Spitzenleistung des viralen Marketings ist die Site USBWine.com. Das französische Projekt bewirbt einen Wein, der mittels eines speziellen USB-Zapfhahns aus dem PC getröpfelt kommen soll (”c’es la révolution” tönt es in dem teleshopping-artigen Spot). Des Rätsels Lösung: Man wird auf ein Wein-Auktionshaus weitergeleitet, auf dem der Wein allerdings erst für das Jahr 2239 angekündigt wird - dann allerdings in allen drei Farben.
Übrigens: Die Idee ist übrigens nicht neu: Sie kam bereits einmal in den 90ern in der SWF3-Comedy “Die Lallers” auf, als Opa Laller sich Wein aus dem Internet runterladen wollte, aber Angst hatte, dass dabei eine Flasche kaputt gehen könnte ;-).

Jan 21

Folgende nette Begebenheit zu Jimmy Wales möchte ich Euch nicht vorenthalten…

Jan 21


Irgendwie wirkte Jimmy Wales auf dem heutigen zweiten Tag der DLD08 gar nicht entnervt als ihm Jason Calacanis erzählte, das sei doch “eine blöde Idee, Leute für Arbeit nicht zu bezahlen” - und dass er das bei seiner Suchmaschine Mahalo anders macht als Wales mit der Wikia. Zu oft hat der Wikipedia-Gründer wohl diese Diskussion schon führen müssen. “Nobody has to work for free”, erwidert Wales ruhig und erklärt Calacanis die Funktionsweise des Open-Source-Internet.
Traurig fand ich aber, dass die meisten Anwesenden (zumindest kam es mir beim Applaus so vor) ähnlich dachten wie Calacanis. - Mehr zu dem hochinteressanten Panel, bei dem Jimmy Wales übrigens sehr sympathisch rüberkam - morgen bei pcwelt.de.

Jan 20


“Voll die Konferenz, ey” war der Kommentar eines Jugendlichen beim Blick auf die lange Schlange vor dem HVB-Forum. Und er wusste gar nicht, wie recht er damit hat. Voll war’s nämlich tatsächlich. Der DLD (steht für Digital Life Design), ein Kongress, der dieses Jahr zum vierten Mal von Burda organisiert wird, wird immer größer. Nehme mal an, dass Burda nächstes Jahr eine neue Location braucht, wenn’s so weitergeht. Da ist alles, was im Web-Business Rang und Namen hat (und noch einige andere Web-2.0-, 3.0- und 4.-0-Sternchen - mei sind da einige wichtig).
Dass es hier gut Münchnerisch zugeht (sofern man das als gut betrachtet), hat Kollege WDRoth schon geätzt. Ein Highlight fand ich bisher den Vortrag von Paulo Coelho, der von Golem sehr schön zusammengefasst wurde. Den Weltraumvortrag von Carolyn Porco fand ich dagegen weniger spannend als der WDR

Jan 16

Und ich muss gleich nochmal granteln… heute morgen Antenne Bayern - Thema “Abzocke im Internet”. Ein ca. 1:30-Bericht (wenn man das überhaupt einen Bericht nennen kann). So nach dem Motto “am besten reagieren Sie gar nicht, wenn Sie eine Rechnung von irgendeiner Internet-Site bekommen”. Nein, liebe Leute vom Privatradio: Sowas versendet sich zwar, aber den Betroffenen ist mit einer derart verkürzten Darstellung nicht geholfen. Wahr ist: Wer eine ungerechtfertigte Rechnung - egal von wem - bekommt, tut gut daran, dieser zu widersprechen. Sonst müssen sich die Leute nicht wundern, wenn die gesamte Inkasso-Maschinerie angeworfen wird (und die kostet richtig Geld). Übrigens lautete auch der O-Ton des Menschen von der Verbraucherzentrale, dass man nicht zahlen soll… das ist ja auch richtig. Also lasst doch einfach denjenigen die Moderation schreiben, der den Bericht recherchiert hat. Mehr dazu bei PC-WELT.

Jan 16

“”Spiegel” auch 2007 am öftesten zitiert” - finde ich gerade bei Newsroom. Also dass die Herrschaften aus Österreich manchmal andere Formulierungen haben, ist mir ja nicht neu. Aber das ist doch wohl hoffentlich nicht mal in Österreich Usus. Und jetzt sage mir niemand, da wäre der Praktikant am Werk gewesen - der hätte sich sowas nicht getraut. Ich wüsste da noch mindestens zwei Leute, die für Newsroom und Co. Schlußredaktion (nein: da sage selbst ich _Textredaktion_) machen könnten…

Jan 14

Und noch ein Nachklapp auf den letzten Eintrag: So fragwürdig (aber angeblich trendig) das Layout der Web-NY-Times ist, so faszinierend ist das Projektteam, das sich über die Zeitung der Zukunft Gedanken macht - verrät ein Artikel in der aktuellen Zeit unter dem Titel “Der praktische Futurist” .

Jan 14

So langsam haben alle (wichtigen) Medien verstanden, dass man mit Archiven nur in Ausnahmefällen und bei ganz speziellen Zielgruppen Geld verdienen kann. Besser als die Sachen wegzusperren ist es, sich den Traffic auf die Site zu holen, die Artikel verlinken zu lassen und so neue Leser auf die Site zu bekommen.
Hier die kleine Linkliste für den geneigten Leser:
Focus-Archiv, Zeit-Archiv und NYTimes. Die Taz nenne ich der Vollständigkeit halber auch nochmal, aber die machen das ja schon lange. Im Laufe des Jahres soll dann noch der Spiegel mit seinem Archiv dazu kommen… A propos Blick in die Vergangenheit: Wer’s noch nicht regelmäßig tut, sollte einen Blick auf das Spiegel-Projekt EinesTages werfen… lohnt sich.

Jan 02

Ein dringendes Bedürfnis per SMS erledigen kann man zwar immer noch nicht. Aber die Stadt London bietet einen praktischen Service namans Satlav an. Eine SMS an 80097 mit dem Wort TOILET - und man bekommt die nächstgelegene Toilette per SMS genannt. - Gefunden bei der Kollegin Christiane Link (Behindertenparkplatz.de), die außerdem lobt, dass es das Ganze in absehbarer Zeit wohl auch mit der Information gibt, ob es sich um eine Behindertentoilette handelt.