Sehr originell geht auch das Schandmännchen heute den Fall Knut an.
Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo ist der weltweite Star (und der wohl erste bloggende Eisbär) und langsam sind alle genervt über den Hype. Es gibt Knut-Auktionen bei Ebay (direkt auf der Startseite beworben!), inzwischen mehrere Knut-Lieder und man hört, dass in Berlin (und wahrscheinlich auch anderswo) Plüsch-Eisbären ein beliebtes Souvenir für die Touristen werden. Jungs und Mädels, langsam reicht’s… was kann denn jetzt noch kommen? Gabriele Pauli posiert mit dem knuddeligen Bärenviech für die Vanity Fair? Er selbst hat’s ja immerhin schon als erstes Tier ohne Schweiger’schen Anhang auf die Titelseite geschafft, sie war ja nur in der Park Avenue zu sehen, hat damit aber sicher nicht weniger Aufsehen erregt. Oder der Bär kriegt einen Coca-Cola-Werbespot? Warten wir’s ab.
Da hatte Spiegel online doch glatt eine pfiffigere Herangehensweise als alle anderen an das Thema “Messebabes auf der Cebit”. Statt nur stumpf Klicks zu sammeln wie PC-Welt mit dem Cebit-Babes-Special oder Web.de mit der Babes-Galerie hatten die Hamburger ein nettes Quiz mit ein paar Schönheiten und der Frage, wofür die denn jeweils werben. Alles sehr kurzweilig und einen Klick wert. Heute ist der Artikel “Defilee mit Dekolletee” verschwunden - lässt sich zwar noch bei Google finden, aber eben nur dort. Was ist passiert?
Noch zu finden und auch sehr nett ist dagegen die Geschichte über die Cebit-Atmosphäre von Holger Dambeck “Es gibt keine Messemutties mehr“. Doch, lieber Kollege, es gibt sie noch - aber Frau Henke geben wir nicht her. ![]()
Ein virtuelles Keyboard ist immer dann praktisch, wenn man mal im Internet-Café sitzt und eine Geheimzahl eingeben will. Nett ist http://www.vstroke.de, mit dem man sich sogar die USB-Stick-Lösung spart, weil’s das Ding als Online-Applikation gibt.
Seit Sommer letzten Jahres angekündigt, für Herbst letzten Jahres geplant - jetzt endlich ist der Relaunch von Focus Online da. Und ich muss sagen, ich bin ziemlich angetan - wirkt aufgeräumt, übersichtlich und sehr ansprechend. Eine nutzwertgetriebene Site, bei der die Werbung vorhanden ist und trotzdem nicht störend wirkt. Die Video- und Community-Elemente sind zum Teil schon umgesetzt, einiges wird wohl noch folgen (zum Beispiel die Mobildienste). Insgesamt hat das Focus-Online-Team da echt gute Arbeit geleistet, auch wenn sich die deutschen Nachrichten-Websites mit jedem Relaunch immer ähnlicher sehen… Auch Peter Turi kommentiert und verweist auf eine interessante Layout-Studie der aktuellen deutschen Nachrichten-Sites.
… oder: Von Manufactum kann man noch was lernen (beispielsweise wenn man IT-Redakteur ist und regelmäßig über Dinge schreibt, die böse Menschen tun, der Leser aber definitiv nicht tun sollte). Aus einem Newsletter des Unternehmens:
Alle Jahre wieder: unerwünschte Kartoffelsorten. Nur für die Vitrine. Zur Aussaat und Vermehrung bieten wir Ihnen diese seltenen Knollen nicht an (denn dann wären sie Pflanzgut, was sie aber nicht sein dürfen), zur Verspeisung bieten wir sie Ihnen auch nicht an (denn dann wären sie Speisekartoffeln, was sie aber infolge mangelnder Sortenreinheit und uneinheitlicher Kocheigenschaften auch nicht sein dürfen). Lassen Sie sie daher weder in einen Kochtopf noch in ein gut vorbereitetes Kartoffelbeet fallen - letzteres vor allem dann nicht, wenn Sie sie einige Wochen vor dem Legen zwischen den Augen geteilt haben sollten, denn dann wachsen noch viel mehr daraus, und das darf nicht geschehen.
Frau WAZ-Online-Chefredakteurin Katharina “Lyssa” Borchert giftet in Ihrem Blog gegen Imela Schwab, eine Redakteurin der Süddeutschen. Die hatte in einem Portrait “Lyssas wilder Westen” (nur gegen Kohle online zu lesen) einige nette Details über die als “Peitschen-Lyssa” bekannte Bloggerin abgelassen (Auszüge bei Turi2). Also sorry, ein bißchen unprofessionell ist das schon, als Chefredakteurin in dieser Art und Weise gegen ein Portrait vorzugehen - aber hey… wusstet Ihr, dass Lyssa der englische Ausdruck für Tollwut ist? Fand ich ebenso lustig wie Turis Kommentar:
“Dank Web 2.0 können arme, bisher nahezu stimm- und wehrlose Chefredakteurinnen unbotmäßigen Autoren, die es an schreiberischer Subordination fehlen lassen, mal so richtig schön zweinullig die Meinung geigen. Nein, im Ernst: Lustig zu lesen, aber sehr ungeschickt und unprofessionell von Frau Borchert, auf diesem Niveau nachzukarten. Kann man als Bloggerin machen, aber nicht als “WAZ”-Online-Chefredakteurin.”
Damit Lyssa einfach auch mal so zu Wort kommt… hier ein aktuelles Chat-Interview bei Politik digital.