Ich komme mir gerade vor wie Rüdiger Hoffmann, der beim Chinesen die acht chinesischen Kostbarkeiten nachzählt und letztendlich nur auf sieben kommt. Habe heute mit dem Geschäftsführer von Amango über dessen neuen Download-Dienst gesprochen. 800 Filme und Staffeln von Fernsehserien sollen sich da derzeit runterladen lassen. Ich habe extra nachgefragt, ob er Staffeln oder Serienfolgen meint, die das Ganze ja schnell aufblähen und eine erkleckliche Zahl suggerieren - er hat bestätigt, dass es um Filme und ganze Staffeln gehe. Jetzt schaue ich nach - und komme gerade mal auf unter 400 Filme und 30 Serienstaffeln, die eingebucht sind (und die man erst nach dem Herunterladen des Download-Managers findet - sowas hab’ ich ja schon ohnehin gerne). Den Artikel findet Ihr übrigens hier.
… wir haben da noch was. Soeben flattert eine Pressemitteilung mit diesem Inhalt ins Haus:
“XYZ und das Tochterunternehmen ABC Systems, Inc., einer der führenden
Hersteller für Video-, Bildbearbeitungs- und DVD Applikationssoftware, kündigt
heute an, dass alle neuen Produkte für das neue Betriebssystem Windows Vista
angepasst werden.”
Ja Mensch, wer hätte das gedacht?! Warum ist eigentlich ein Pressesprecher nicht Manns genug, seiner Geschäftsleitung so einen Unfug auszureden? - So, ich mach jetzt Feierabend…
Nun ist es also mal wieder passiert. Ein Amokläufer, der noch einen Brief und mehrere (teilweise inzwischen gesperrte) Seiten im Internet hinterlassen hat. Mit dem Abschiedsbrief macht sich jetzt ein bislang nur durch rechtliche Querelen aufgefallenes Blog etwas bekannter, während schon die üblichen Verdächtigen ein Verbot der “bösen Killerspiele” fordern (habe heute morgen eine Frau erlebt, die in der U-Bahn von “diesen Telespielen” sprach, fand ich lustig, den Begriff habe ich seit den frühen 80er Jahren nicht mehr gehört. Hervorragend dagegen der Kommentar der taz, in dem klar gemacht wird, dass es zu kurz gegriffen ist, jetzt hier die Schuld für das Versagen der Gesellschaft zu suchen. Jungs und Mädels, so einfach geht das nicht…
PS: Ach ja, Edmund Stoiber, der Experte schlechthin, hat sich auch noch zu Wort gemeldet - er fällt wohl unter die üblichen Verdächtigen.
Das Album Love ist draußen und ich hatte ja schon angekündigt, dass ich mich damit gleich mal befassen wollte. Hmm, naja, also die große Liebe ist es nicht, aber zu grundlegender Ablehnung besteht jetzt auch kein Anlass. In den späten 70ern hätte man sowas wohl als Konzeptalbum bezeichnet, später als Mix in one go. Beides ist es irgendwie und irgendwie auch nicht. Der alte George Martin hat den Sampler angeworfen und mit der Technik von 2006 aus den alten Masterbändern das gemacht, was heute möglich wäre. Rausgekommen ist ein interessanter Mix mit erfreulich wenig Martin’schem Streichorchester-Gedudel, etwas viel psychedelischer 60er-Jahre-Aura und vielen netten Sample-Ideen, die sich vor allem alten Beatles-Fans erschließen dürften. Neue Fans wird man damit zwar nicht gewinnen können, aber das ist ja auch gar nicht nötig - denen kann man dann ja immern noch die “Numer Ones”-Compilation ans Herz legen.
P.S.: Hört Euch das Ding mal über (ordentliche) Kopfhörer an! Feine Sache, wie der alte Mann in einigen Tracks die Instrumente auf die Stereo-Spuren verteilt hat. Ich liebe 60’s-Stereo-Effekte!!
“Love” ist der Titel eines neuen Beatles-Albums, das Ende der Woche veröffentlicht wird. Keine Best-of-Compilation im üblichen Sinn, wie wir sie jedes Jahr vor Weihnachten wieder erleben, sondern offenbar ein neu abgemischtes Sammelsurium von Produzent George Martin. Eigentlich war dieses Experiment “Let it be… naked” vor zwei Jahren ganz spannend - so ganz ohne Martins Bombast und Streichorchester-Pomp, mal schauen, ob man “Love” wirklich lieben muss. Seltsam: In der Titelliste finden sich einige Medleys, die so gar nicht zusammenpassen wollen - wenn das mal gut geht. Ich hör’s mir auf jeden Fall an.
Hier kommt mal wieder ein Web-Tipp für eine Site, auf die ich tatsächlich schon lange gewartet habe. Jeder kennt das Problem: Man will eine Free-SMS verschicken, aber die üblichen Verdächtigen haben grad ihr Kontingent erschöpft. Da hilft der SMS-Lotse, ein Projekt einiger Studenten aus München und Regensburg. Die Tabelle - dynamisch versteht sich - lässt sich übrigens auch in eigene Websites einbinden.