Die 38-jährige Top-Anwältin ist der “Star” eines neuen Web-Spots, der für ein neues Produkt werben soll und (absichtlich) viele Fragen offen lässt: Warum ist die Frau zu blöd, einen Liegestuhl aufzustellen? Sehen Wohnungen von Karrierefrauen mit Midlife-Crisis immer so geleckt aus (wahrscheinlich ja, sie können sich ja eine Putzfrau leisten)? Wie hoch kann der Nerv-Faktor durch eine Werbung sein? Und last not least: Was steckt dahinter? Ich frag’ nur, damit ich das Produkt garantiert beim nächsten Einkauf ignorieren und auf meine persönliche schwarze Liste setzen kann. - All diese Antworten gibt’s garantiert nicht auf der Website http://www.what-will-happen.com.
Spiegel Online hat ein neues Layout - sehr gelungen, wie ich finde… Glückwunsch nach Hamburg. Wirkt sehr aufgeräumt, trägt dem zunehmenden Trend zu Bewegtbildinhalten Rechnung und bringt mehr Raum für Werbung - wohlgemerkt übersichtlich abgegrenzt. Scheint so, dass die oben angesiedelte Leiste als primäre Navigation immer mehr zum Standard wird.
Etwas nachdenklich muss einen allerdings diese Passage stimmen: “Demnächst werden wir ein Redaktionsbüro in München eröffnen, um diese wichtige Region besser betreuen zu können. Bei Katastrophen, Kriegen und Konflikten wollen wir Sie noch akkurater und mit mehr Einsatz von vor Ort informieren.” Hmmm, ich hoffe, da fehlt nur ein Absatz oder eine Überleitung. So ernst hatte ich die Lage in Bayern trotz Oktoberfest und Papstbesuch gar nicht beurteilt.
Mal wieder eine nette Auktion bei Ebay: Da verkauft jemand seinen mehr als 300 Jahre alten “Hausgeist”. Der versoffene Kerl (also der Hausgeist, nicht der Verkäufer, der vielleicht auch) steht auf Whiskey und wird per Hermes geliefert… die lesenswerte Artikelbeschreibung gibt’s hier. Wenn Ihr also mal ein ausgefallenes Geschenk sucht… wobei ja gar nicht klar ist, ob der Hausgeist als Lebewesen zu bewerten ist und folglich gar nicht über Ebay verkauft werden dürfte.
Richtig Kohle packen die Klingelton-Hökerer von Jamba gerade an. Das Unternehmen hat mit Jung von Matt/Spree einen neuen Spot gedreht, der jetzt sogar direkt (!) vor der 20-Uhr-Tagesschau läuft. Das ist richtig teuer - und nicht unbedingt die Zielgruppe, die das Klingelton-Unternehmen (das keins mehr sein will) bislang fokussiert hatte. “Have it or hate it” ist das Motto der Kampagne, den Spot gibt’s bei Kress zu sehen.
Der BR veranstaltet eine Kir-Royal-Kultnacht. Schon faszinierend, wie aktuell die Geschichten um den Münchner Klatschreporter geblieben sind… eigentlich sind sie noch viel aktueller als damals.
Anzeigenkunden, die Einfluss auf die Berichterstattung nehmen wollen, Verlagsleiter(innen), die das schulterzuckend akzeptieren, Schlüssellochjournalismus mit doppeltem Boden… traurig eigentlich. Aber immerhin: Nächste Woche kommt der Papst - und nicht nur die Königin von Manadlia ![]()
Die T-Com hat ein neues Tarifsystem, das so einfach sein soll, dass es auf einen Bierdeckel passt - die PC-Welt berichtete. Fragt sich nur, wie groß Bierdeckel in Bonn so sind. Denn das was das Unternehmen da bietet, ist alles andere als einfach. Und teurer wird’s auch - zumindest für den preisbewussten Kunden, der schon jetzt nur die Minimalausstattung von der T-Com bezieht und ansonsten über günstige Call-by-call-Nummern anruft und mit dem DSL-Reseller seiner Wahl surft. So holt man die Kunden nicht zurück. Und: Mindestvertragslaufzeiten von 12 Monaten mögen ja inzwischen Standard sein, ein Vorteil der T-Com-Anschlüsse war aber gerade die Flexibilität. Schaut Euch mal auf Seite 4 des genannten Artikels die “Übersichtstabelle” an - das ist weder übersichtlich noch kundengerecht. Mal schauen, ob’s der T-Com geht wie der Bahn - die hat ja auch nach einem Jahr die Notbremse gezogen und das komplizierte Tarifsystem wenigstens wieder etwas vereinfacht.