Nov 17

Unter dem Titel “Sie dürfen allen mit dem grünen Punkt ein Küsschen geben!” hat Wolf-Dieter Roth bei Telepolis eine kleine, launige Nachlese auf den Jonet-Tag verfasst. Hier taucht auch das bereits erwähnte Zitat mit Vollversionen und Drogenhandel (stammt vom “alten Kini” der PC-Welt, Dr. Michael Klein). Bleibt nur zu ergänzen, dass sich viel zu wenig der an sich recht zahlreich vorhandenen Journalistinnen an die Aufforderung von Jochen Wegner gehalten haben - schade eigentlich, aber nett war’s trotzdem…

Nov 16

Gerade im Titelschutzanzeiger gestöbert und das hier gefunden…

Endlich mal einer, der die IT-Branche durchschaut hat! *g*
Wobei mich ja dann schon interessieren würde, ob’s eine neue RTL2-Reihe wird oder eher als Buchtitel gedacht ist… falls Letzteres, würde ich gerne ein paar Kapitel beisteuern…

Nov 15

Erleichterung macht sich breit, alles hat (mehr oder weniger) gut funktioniert, alle sind (hoffentlich) zufrieden und es war ein schöner Tag, an dem wir viel gelernt haben… hier, in Anlehnung an Jochen Wegners 10 Thesen über die Entwicklung des Journalismus, meine 10 ganz subjektiven Thesen zum Jonet-Tag 2005:
1. Spiegel online ist ein Blog, wer hätte es gedacht. Sagt Müller von Blumencron himself.
2. Man kann in den Medien mehr interessante Projekte realisieren als es im Moment scheint. Allerdings darf man damit nicht reich werden wollen.
3. Als Redaktion Vollversionen auf Heft-CDs zu packen, ist wie Drogenhandel. Man kommt nicht mehr davon los und die Konsumenten wollen immer mehr. Allerdings sind sie im Gegensatz zu Junkies nicht bereit, immer mehr dafür zu zahlen.
4. Es gibt Blogger, die Geld verdienen. Ein paar… vielleicht werden es mehr. Aber es lohnt sich nicht, darauf zu spekulieren, dass man Geld verdient - vor allem wenn man auf deutsch schreibt.
5. Das Schreiben eines Bestsellers kann man planen - allerdings erst, wenn’s der fünfte ist.
6. Moderieren will gelernt sein und ist nicht jedem in die Wiege gelegt - den Schreiber dieser Zeilen eingeschlossen. Nur wie lernt man es? Und wie wird man besser?
7. Das größte Passagierschiff der Welt ist aus der Nähe betrachtet noch imposanter als die Fernsehbilder vermuten lassen.
8. Hamburg ist alles in allem auch nicht versiffter als München, nur die Rapper in der U-Bahn sind cooler (”Yo, Digger!”).
9. Aber das mit den Brauerei-Gasthäusern können wir in München einfach besser - ääätsch!
10. Fliegen ist doch schön - wenn man dran denkt, dass Taschenmesser am Schlüsselbund suboptimal platziert sind.
Schön war’s auf jeden Fall - all die vielen Leute aus dem Jonet wieder zu treffen oder einfach kennen zu lernen.

Nov 14

Habe letzte Woche passend zu St. Martin ein nettes Gespräch in der U-Bahn mitbekommen. Kind zur Mutter: “Warum hat denn der den Mantel durchgeschnitten, das ist doch Quatsch, da isser doch kaputt und keiner hat was davon.” - Mutter Schulterzucken, überlegt… - Kind: “So’n Riesen-Depp!” - Ich musste mich zurückhalten.

Nov 09

Vor einigen Jahren, es muss so die Anfangszeit der New Economy gewesen sein, gab’s in jedem dritten Firmennamen und in jeder zweiten Produktbezeichnung den Klammeraffen. Egal ob die Zeitschrift Planet oder der Web-Anbieter Attract, ohne das Zeichen, das mancher damals nur mit Mühe auf der Tastatur fand, ging nichts. Etwas später war’s dann das e… ich kaufe ein e, in e-conomy, e-procurement e-tcetera (tschuldigung etcetera…). Jetzt gibt’s zig Produkte mit dem i - und, ja ich betone, dem kleinen i. Das ist cooler, gibt Journalisten die Möglichkeit, mal wieder über Binnenversalien zu diskutieren und kommt - gaaaaanz wichtig - in iPod vor. Ob man sich sowas wohl schützen lassen kann, ähnlich wie damals die Farbe Magenta durch die Telekom belegt wurde?

Nov 03

Das Oldenburger Software-Unternehmen Ashampoo hat eine neue Möglichkeit entdeckt, auf sich aufmerksam zu machen: Ganzseitige Anzeigen in großen Tageszeitungen. Nicht etwa als Werbung für die eigene Software, sondern - ganz uneigennützig - zur Verbesserung der politischen Lage in unserem Lande. So schaltete das Software-Haus gestern eine ganzseitige Anzeige in der FAZ mit dem Titel “So nicht, liebe Politiker!” Kostprobe gefällig: “Wir haben Sie, liebe Politiker, gewählt, um uns zu vertreten. Und was machen Sie? Sie drücken sich um Ihre Aufgabe, uns zu regieren.” Und es geht noch weiter: “Aber wir werden uns wehren (…) mit Leistung, Fleiß, Ausdauer”. Ah ja.. geht’s auch eine Nummer kleiner? Darf ich umtexten: “Liebes Ashampoo-Team, wir verstehen, wenn Sie in einer breiteren Öffentlichkeit bekannt werden wollen. Aber bitte nicht so, sondern mit guter, leistungsfähiger Software und nichts anderem.” Wer sich für den gesamten Text der Ashampoo-Anzeige interessiert: Hier gibt’s ihn.

Nov 01

Nachdem ich jetzt schon von zwei Seiten darauf aufmerksam gemacht worden bin, dass sich hier in den letzten 14 Tagen nichts getan hat (ach, wäre mir gar nicht aufgefallen ;-( ): Der Jonet-Kongress 2005 wirft seine Schatten voraus und will vorbereitet sein. Ausgebucht ist er allemal (rund 100 Leuten mussten wir absagen), aber das allein sorgt ja bekanntlich noch nicht dafür, dass die Veranstaltung auch als der Kongress des Jahres in die Annalen eingeht. Ich weise noch einmal auf das Panel zu IT-Journalismus hin: “Lötkolben goes Mainstream”. Einen Podcast wird’s übrigens (danach) auch geben.