Nun ist es also doch so gekommen. Geldof plant eine Neuauflage seines Riesenmusikspektakels von vor 20 Jahren - damals Live Aid, heute Live8. Geblieben ist das ehrenwerte Ziel, gegen den Hunger in der Welt mobil zu machen, selbst die Bands sind teilweise dieselben. Bap, Maffay und Grönemeyer (geplant) waren schon damals mit “Nackt im Wind” am Start. Nur dass das damals auf der Kölner Domplatte stattfand und nicht in Berlin am Brandenburger Tor. Warum ist dieser legendäre Auftritt eigentlich nicht auf der DVD?
Jetzt stellt sich nur die Frage: Hinfahren? Fernsehen schauen? Wer überträgt’s eigentlich? Und wann gibt’s die ersten Mitschnitte in CD-Qualität? Und: Gibt’s eigentlich noch die Love-Parade in Berlin…? Vielleicht könnte man die beiden Veranstaltungen ja zusammenlegen… okay, nur’n Scherz.
Minga.de und ein Blogger aus Haidhausen spekulieren über das München-Gen… demnach starren sich die Leute in U-Bahnen allenfalls verstohlen über das spiegelnde Fenster an, sprechen nicht miteinander und bleiben auf Rolltreppen unvermittelt stehen. Hmmm, wär’s Euch lieber, wenn man wie in Berlin ständig angelabert, angeschnorrt und mit unerwünschter Live-Musik im U-Bahn-Zug penetriert wird? Das ist dann erstmal richtig nervig.
… aber nicht alle muss man auch machen. Unter http://auction.cokefridge.de/ kann man derzeit bei Ebay “unvergessliche Erlebnisse” ersteigern, etwa “eine exklusive Gesangsstunde mit Jeanette, ein Marathontraining mit Joey Kelly oder einen Tag als “Roadie” bei der nächsten Tour von Silbermond”… hmm gut, bei Joey Kelly gibt’s eine ganze Menge Gründe, warum man nicht hinter ihm herlaufen will und mit Jeanette würde mancher Mann wohl auch lieber andere Dinge tun als “singen”. Und warum sollte man freiwillig bei Silbermond Boxen schleppen wollen? Im übrigen sind die unplugged, also ohne fettes Equipment richtig gut - die brauchen also gar keine Roadies… Leider nicht zu gewinnen gibt’s Saufen mit Campino und Gitarre tragen für Springsteen. Dabei könnt’s der langsam brauchen. Bei seinem Auftritt in München wirkte der Gute gestern laut Augenzeugenberichten reichlich kraftlos.
Dass man als Journalist von Pressestellen (oder noch schlimmer: Agenturen) angerufen wird und mit der Frage konfrontiert wird “Wir haben Ihnen letzte Woche/gestern/eben eine Pressemitteilung geschickt und ich wollte mal fragen, wie Sie die fanden” - das ist normal, wenn auch lästig. Die Antwort “Ach Sie waren das!” bringt die Menschen inzwischen ebenso wenig aus dem Konzept wie die Reaktion “Gut, dass Sie anrufen, ich hatte mich schon gefragt, warum Sie mir das schicken.” (alles schon probiert
). Eine Steigerung hat jetzt ein amerikanisches Unternehmen geschafft: “Wir schicken Ihnen gleich eine Pressemitteilung zum Thema xy. Nur damit Sie Bescheid wissen…” Ah ja, gut, dass wir darüber gesprochen haben.
… mit gierigen Blicken wie die Vögel bei “Findet Nemo” kreist der Redakteur um das Testgerät… Es gibt wenige Testgeräte, die ich gerne selbst behalten würde. Eines dieser Teile (das aber selbstverständlich nach Ende des Tests brav an den Hersteller zurückgeht!) ist der Musik-Server Hifidelio von Hermstedt. Nachdem ich das Gerät auf der Musikmesse im April gesehen hatte, war ich begeistert. Den Testbericht lest Ihr in Ausgabe 9/05 der PC-Welt.

Bayern spaltet sich ab. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass zur Eröffnung der Allianz-Arena Bayern gegen die deutsche Nationalmannschaft gespielt hat. Stellt sich die Frage, ob wenigstens in Bayern die Bevölkerung über die EU-Verfassung abstimmen darf und ob Bayern Mitglied der Nato sein wird.